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Meine Stadt Hannover: Das neue Uni-Leben im Pferdestall
Hannover Meine Stadt Hannover: Das neue Uni-Leben im Pferdestall
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07:00 21.05.2019
HERZSTÜCK: Im Konzertsaal der ehemaligen Königlichen Pferdeställe in der Nordstadt finden bis zu 150 Besucher Platz. Quelle: Behrens
HANNOVER

Wenn die Leibniz Uni am Mittwoch ihr Begegnungszentrum an der Appelstraße einweiht, neigt sich ein erster Teil eines Vorhabens dem Ende entgegen, das zum Pensionärsprojekt von Alt-Präsident Erich Barke wurde. Denn die Hochschule hatte dafür nie Geld, es wurde deshalb immer wieder verschoben.

Barke hat seit 2015 mehr als zwei Millionen Euro Sponsorengelder des gut vier Millionen Euro teuren Vorhabens eingeworben, und bei den Geldgebern wollen sich der Alt-Präsident und Leibniz Uni am Mittwoch nun mit einer Feierstunde bedanken. Die anderen zwei Millionen Euro kommen von der Uni selber.

„Ich habe es in meiner Amtszeit leider nicht schaffen können, dieses Thema intensiv genug anzugehen und genügend Förderer zu erreichen. Die letzten Jahre jedoch haben gezeigt, dass es gelingen kann, das Zukunftsprojekt Königlicher Pferdestall mit Hilfe von Unterstützern anzugehen“, so Erich Barke. Der Umbau des historischen Pferdestalls ist in zwei Bauabschnitte unterteilt, den zweiten geht der ehemalige Präsident Anfang 2020 an, wenn Maschinenbauer und Bauingenieure das Haus verlassen haben und nach Garbsen gezogen sind.

Im Erdgeschoss ist schon ein Schmuckstück entstanden

Im rechten Teil des Erdgeschosses ist aber bereits ein Schmuckstück entstanden, architektonisch angesiedelt zwischen dem Bewahren des Historischen und zeitgenössischem Ambiente. So besteht die Akustikwand im Veranstaltungssaal für 150 Gäste etwa aus schachtelähnlichen Einbuchtungen aus Messing, die in ihrer Gesamtheit ein abstraktes Bildmuster ergeben. Technik und Belüftung befinden sich in den Stahlträgern und im Boden, die Mikrofone übertragen schnurlos. Im Obergeschoss sind Seminar-und Tagungsräume – zeitlos schlicht gehalten.  

Wird die Westseite frei, gibt es im Erdgeschoss eine Gastronomie mit Außenbewirtschaftung, im Obergeschoss sind Besprechungs- und Schulungsräume geplant. Ein Fahrstuhl kommt auch noch, der muss außen angebracht werden, da der Platz innen dafür nicht gereicht hat – die Stufen einer angedachten Wendeltreppe, in deren Mitte sich der Fahrstuhl befunden hätte, wären um 20 Zentimeter zu schmal geworden.

Kürzlich hat der Bundestag 200 000 Euro für das Projekt bereitgestellt, weil es den königlichen Pferdestall von 1888 als nationales Baudenkmal einstuft. Das Geld ist bereits verplant: „Für den zweiten Bauabschnitt, trotzdem muss ich da noch weiter Spenden einsammeln“, berichtet Barke. Drei Millionen Euro sind hierfür veranschlagt, die Hälfte wieder spendenfinanziert.

Das Begegnungszentrum bietet der Uni Platz für Sitzungen einzelner Institute, für Symposien, Graduiertenkollegs, Absolventenfeiern, aber auch für musikalische Darbietungen etwa von Uni-Chor und Uni-Orchester.

Von Andreas Voigt

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