Weltklimarat: WWF erwartet düstere Ergebnisse – und fordert höchste Priorität für Klimaschutz

Ein Eisbär steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle. Im Nordpolarmeer schmilzt das Eis, anderswo wird es mehr Dürren geben, erwarten die Fachleute vom Weltklimarat.

Ein Eisbär steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle. Im Nordpolarmeer schmilzt das Eis, anderswo wird es mehr Dürren geben, erwarten die Fachleute vom Weltklimarat.

Berlin/Genf. Die mit Spannung erwartete Bestandsaufnahme des Weltklimarats IPCC zu den Folgen der Erderhitzung für Natur und Mensch dürfte nach Einschätzung der Umweltorganisation WWF düster ausfallen. Zu erwarten sei eine ernüchternde und schonungslose Bilanz der Forscher, erklärte die Klimaschutzexpertin Viviane Raddatz am Montag in Berlin.

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„In vielen Teilen der Welt stehen Menschen und Ökosysteme heute schon mit dem Rücken zur Wand. Und auch vor unserer eigenen Haustür haben Dürresommer, Sturzfluten, Waldbrände, Hitzewellen und Hochwasserkatastrophen die Klimakrise so greifbar gemacht wie nie zuvor“, sagte sie. Werde der Abschied von den klimaschädlichen Energieträgern Kohle, Gas und Öl noch weiter hinausgezögert, drohe der Welt „ein verheerendes Klimachaos“ mit immer heftigeren Extremwetterereignissen.

Klimaschutzexpertin: „Raus aus Kohle, Öl und Gas“

Raddatz forderte, zum Schutz der Lebensgrundlagen müsse der Klimaschutz ab sofort höchste Priorität haben. „Heißt: Raus aus Kohle, Öl und Gas – und zwar so schnell wie möglich!“ Um die Staatengemeinschaft hier auf Kurs zu bringen, müsse Deutschland auch seine G7-Präsidentschaft nutzen.

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Der Weltklimarat beginnt an diesem Montag in Genf mit der Schlussberatung über seine nächste Bestandsaufnahme. Dabei geht es um die Folgen des Klimawandels für Natur, Mensch und Umwelt und Wege, wie sich die Menschen anpassen können. Der Bericht wird am 28. Februar veröffentlicht.

Der Weltklimarat ist ein UN-Gremium, deshalb werden seine Veröffentlichungen vorab von den Regierungen abgesegnet. Das IPCC forscht nicht selbst, sondern sichtet über Jahre veröffentlichte Studien, in diesem Fall mehr als 34.000. Unter den rund 300 Autoren sind auch 40 aus Deutschland. Ko-Leiter der IPCC-Arbeitsgruppe ist Hans-Otto Pörtner, Meeresbiologe am Alfred-Wegener-Institut.

RND/dpa

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