James-Webb-Teleskop sendet erste Aufnahmen aus dem All

Die von Northrop Grumman über die Nasa verbreitete Computergrafik aus dem Jahr 2015 zeigt das James-Webb-Teleskop.

Die von Northrop Grumman über die Nasa verbreitete Computergrafik aus dem Jahr 2015 zeigt das James-Webb-Teleskop.

Cape Canaveral. Das Weltraumteleskop James Webb hat erstmals Sternenlicht eingefangen. Es stamme aus dem Sternbild Großer Bär und sei 258 Lichtjahre von der Erde entfernt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag (Ortszeit) mit. Die 18 Segmente das Hauptspiegels arbeiteten offensichtlich wie vorgesehen. Außerdem schickte das Teleskop ein Selfie zur Erde, das es mit seiner Infrarotkamera geschossen hatte. Es zeigt, wie sich eines der Segmente auf den anvisierten Stern fokussiert.

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„Das war ein echter Boah-Moment“, sagte Marshall Perrin vom Nasa-Institut für Weltraumteleskope in Baltimore. Die Reaktion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe schon etwas von „Heiliger Bimbam“ gehabt, ergänzte Manager Lee Feinberg. Die Nasa veröffentlichte auch ein Mosaik mit Sternlicht in jedem der Spiegelsegmente, die aussahen wie eine Leuchtkäferversammlung im All.

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Das teuerste und leistungsstärkste jemals gebaute Weltraumteleskop war nach jahrzehntelanger Vorbereitung am Weihnachtstag in Französisch-Guayana mit einer Ariane-Rakete gestartet. Seither wurde das für den Start zusammengefaltete Teleskop in diffizilen Schritten entfaltet. Das Gemeinschaftsprojekt der Nasa, der europäischen ESA und der kanadischen Raumfahrtbehörde soll Erkenntnisse über die frühe Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren liefern.

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Teleskop ab Juni einsatzbereit

Sein 6,5 Meter großer Hauptspiegel ist der größte, der je ins All geschickt wurde und mit Gold überzogen. Er besteht aus 18 sechseckigen Segmenten, die jeweils etwa so groß wie ein Cafétisch sind und in den nächsten Monaten noch genau ausgerichtet werden müssen. Bisher sehe alles gut aus, sagte Feinberg. Im März werde man sehen, ob wirklich alles funktioniere.

Die Nasa weiß, dass es dabei böse Überraschungen geben kann. Beim James-Webb-Vorgänger Hubble sah 1990 auch alles prima aus. Im All zeigte sich dann jedoch, dass der Spiegel des Teleskops einen Fehler hat und von Astronautinnen und Astronauten repariert werden musste. Bei James Webb wäre das wegen der großen Entfernung zur Erde nicht möglich. Das Teleskop soll im Juni einsatzbereit sein.

RND/AP

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