Hintergründe erklärt

Heiligabend, Weihnachten – gibt es da einen Unterschied? Ja, gibt es!

Weihnachten ist eins der wichtigsten christlichen Feste, das mit mehreren Gottesdiensten gefeiert wird.

Weihnachten ist eins der wichtigsten christlichen Feste, das mit mehreren Gottesdiensten gefeiert wird.

Hannover. Jedes Jahr im Dezember stellen wir Weihnachtsbäume in unsere Wohnzimmer, laden Familie und Freunde ein, machen uns gegenseitig Geschenke – doch wenn es um christliches Hintergrundwissen geht, kennen sich längst nicht alle ganz genau aus.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Meret Köhne, Pastorin in Garbsen (Region Hannover), klärt auf in Sachen Weihnachtszeit.

Beginnen wir mit der Frage:

Heiligabend und Weihnachten - wo liegt der Unterschied?

An Weihnachten feiern Christen auf der ganzen Welt die Geburt Jesu Christi – der Sohn Gottes und Erlöser. Dieses Fest ist eines der wichtigsten kirchlichen (christlichen) Feste und die beiden Weihnachtstage am 25. und 26. Dezember sind in Deutschland gesetzliche Feiertage.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird als heilige Nacht bezeichnet. Genau genommen endet damit die Adventszeit (die Zeit des Wartens) – und Weihnachten beginnt.

Das heißt konkret: Der 24. Dezember ist noch nicht Weihnachten, sondern Heiligabend – ein Unterschied, der für viele im Alltag nicht mehr so wahrgenommen wird, im kirchlichen Kontext allerdings schon.

Wann endet die Weihnachtszeit?

Für viele endet die Weihnachtszeit am 6. Januar, den Tag kennen wir unter dem Namen „Heilige Drei Könige“. Es wird die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland gefeiert, die dem Stern über Bethlehem folgten, der sie zum frisch geborenen Jesuskind führte.

Bei Epiphanias, wie das christliche Fest eigentlich heißt, geht es vor allem um das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher kommt auch der Name Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Für die Katholiken endet die Weihnachtszeit spätestens am 2. Februar: Zu Mariä Lichtmess werden die Weihnachtsbäume aus Kirchen und Wohnzimmern geräumt.

Was ist Mariä Lichtmess?

Der Name Mariä Lichtmess bezieht sich auf Lichterprozessionen und die Kerzenweihen, die an diesem Tag dazugehören. Kaiser Justinian I. hatte sie erstmalig 542 für Byzanz angeordnet, später hat die römische Kirche diese Tradition übernommen.

Somit ist der 2. Februar traditionell das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden.

Christvesper und Christmette

Evangelische Christen feiern zu Heiligabend die Christvesper. Das lateinische Wort „vesper“ deutet darauf hin, wann der Gottesdienst stattfindet – in der Regel um 18 Uhr.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Üblicherweise wird die Vesper ohne Abendmahl gefeiert. Im Vordergrund steht die Geburtsgeschichte nach Lukas, es wird oftmals ein Krippenspiel aufgeführt.

Katholiken und Protestanten feiern zu Heiligabend außerdem auch die Christmette. Mette kommt vom lateinischen Wort „matutinus“ – denn der Gottesdienst findet um Mitternacht statt.

Auch hier steht die Ankündigung der Geburt Jesu Christi im Mittelpunkt, die von vielen Chor- und Gemeindegesängen begleitet wird.

Mehr aus Wissen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen