Fieber beim Hund: Das sollten Sie wissen

Äußerlich sieht man einem Hund nicht unbedingt an, dass er Fieber hat.

Äußerlich sieht man einem Hund nicht unbedingt an, dass er Fieber hat.

Die Ursachen von Fieber beim Hund können vielfältig sein. Meist tritt es neben anderen Symptomen auf und deutet auf eine Krankheit hin, denn die Erhöhung der Körpertemperatur ist auch beim Hund eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers. Häufig handelt es sich um bakterielle oder virale Infektionen.

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Als Folge eines Zeckenbisses können Hunde Borreliose oder Babesiose bekommen, was sich auch durch Fieber äußert. Krankheiten wie Staupe, Zwingerhusten, Leptospirose oder Tollwut können ausgeschlossen werden, sofern der Hund gegen sie geimpft ist. Fieber beim Hund kann ebenfalls ein Anzeichen von immunbedingten Erkrankungen wie Rheuma oder Polyarthritis sein sowie auf Entzündungen und Verletzungen der inneren Organe, auf Tumore, Vergiftungen oder auf Erkrankungen des Knochenmarks hinweisen.

Ab wann spricht man bei Hunden von Fieber?

Die Normalkörpertemperatur des Hundes liegt zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius – bei Welpen ist auch eine Temperatur von 39,5 Grad Celsius noch im Normalbereich. Ab einer Körpertemperatur von 40 Grad spricht man bei Hunden von Fieber. Ab 41 Grad kann es lebensgefährlich werden.

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Bei Hunden gibt es verschiedene Fieberarten. Diese können beispielsweise in der Dauer variieren. Eintägiges Fieber nennt man auch ephemeres Fieber. Bei einer Dauer zwischen acht und 14 Tagen spricht man von akutem Fieber, bei einer Dauer von drei Wochen handelt es sich um subakutes Fieber. Eine noch länger anhaltende erhöhte Temperatur bezeichnet man als chronisches Fieber.

Weiterhin ist es möglich, dass das Fieber des Hundes innerhalb eines Tages um mehr als ein Grad Celsius schwankt. In so einem Fall spricht man von remittierendem Fieber. Ist ein Wechsel von fiebrigen und fieberfreien Phasen erkennbar, handelt es sich um intermittierendes Fieber. Wenn die fieberfreien Phasen länger andauern, spricht man von rekurrierendem Fieber. Zudem gibt es auch das atypische Fieber. Hier ist keine Konstanz zu erkennen.

Fieber beim Hund erkennen: Auf welche Symptome sollte man achten?

Die Körpertemperatur des Hundes kann zu verschiedenen Tageszeiten variieren. Während sie morgens meist am niedrigsten ist, kann sie durch ausgiebige Aktivitäten oder durch einen längeren Aufenthalt in der Sonne auch erhöht sein. Das ist normal und daher noch kein Grund, unruhig zu werden.

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Dass der Vierbeiner unter Fieber leidet, lässt sich am einfachsten durch Fiebermessen erkennen. Durch das Fell ist es nicht immer einfach, festzustellen, ob das Tier eine erhöhte Temperatur hat. Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass der Hund unter Fieber leidet:

  • eine trockene Nase
  • erwärmte Ohren, Achseln und ein erwärmter Bauch
  • Futterverweigerung
  • Schüttelfrost bzw. Zittern
  • Durst
  • ein erhöhter Puls
  • auffälliges Hecheln
  • Durchfall oder sehr trockener und fester Kot

Fieber messen beim Hund: Worauf muss ich achten?

Gewöhnliche Fieberthermometer für uns Menschen sind für Hunde ungeeignet. Ein digitales Veterinärthermometer, bei dem die Spitze angewinkelt ist, eignet sich besonders gut. Hier kann die Temperatur nämlich einfacher abgelesen werden. Die Größe des Fieberthermometers sollte sich nach der Größe des Hundes richten.

Während der Messung sollte der Hund möglichst ruhig gehalten werden. Eine zweite Person kann unterstützen, indem sie den Hund festhält oder ablenkt. Je ungewohnter der Vorgang für den Hund ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er den Vorgang durch Abwehrreaktionen oder Beißen verhindern will. Eventuell sollten Sie dem Hund daher einen Maulkorb anlegen und ihn anleinen.

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Nach jeder Benutzung muss das Fieberthermometer gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Verwenden Sie hierfür Papiertaschentücher oder Küchenpapier. Tragen Sie während des Fiebermessens Einmalhandschuhe.

Wie messe ich beim Hund Fieber?

Da die Messung im Ohr durch die Haare im Gehörgang die Werte verfälscht, muss die Körpertemperatur rektal gemessen werden. Das Thermometer sollte nicht tiefer als zwei Zentimeter in den After eingeführt werden. Etwas Vaseline macht den Vorgang für das Tier erträglicher. Für eine möglichst genaue Messung muss die Spitze des Fieberthermometers vorsichtig an die Innenseite des Enddarms gehalten werden. Nachdem die Messung abgeschlossen ist, ertönt ein Signalton. Ziehen Sie das Thermometer anschließend vorsichtig heraus.

Wie kann ich Fieber beim Hund senken?

Geht es dem Hund schlecht, braucht er vor allem Ruhe. Jegliche Aufregung und Anstrengungen sollten vermieden werden. Ein dunkler Raum und ein kühler Boden können dem Hund guttun, denn der Kontakt zum Boden bietet eine Möglichkeit, Wärme abzugeben.

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Da dem Hund durch das Fieber viel Flüssigkeit verloren geht, sollte ihm ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Falls er Wasser verweigert, eignet sich auch verdünnte Fleischbrühe. In kaltes Wasser getränkte Handtücher, die in den Nacken gelegt oder um die Beine gewickelt werden, können helfen, die Fieberbeschwerden zu lindern.

Wichtig: Duschen Sie Ihren Hund niemals mit eiskaltem Wasser ab! Das kann zu erheblichen Kreislaufprobleme führen. Tabletten sind für Hunde tabu! Geben Sie Ihrem Hund niemals Ibuprofen oder andere schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente!

Ab wann sollte ich zum Tierarzt?

Besonders bei Welpen, alten und chronisch kranken Tieren sollte frühzeitig ein Tierarzt aufgesucht werden. Verweigert der Hund die Wasseraufnahme und wirkt sehr schlapp, sollte ebenfalls nicht gezögert werden. Eine erhöhte Körpertemperatur bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass der Hund Fieber hat. Wer unerfahren oder unsicher ist, sollte die Ursachenforschung dennoch vom Profi durchführen lassen.

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