Stiller Feiertag

Allerheiligen 2022: Welche Bundesländer haben frei?

In diesem Jahr fällt Allerheiligen auf einen Dienstag. Der Feiertag ist jedoch nicht in jedem Bundestag gesetzlich geregelt. Wir verraten Ihnen, wer am 1. November 2022 frei hat.

In diesem Jahr fällt Allerheiligen auf einen Dienstag. Der Feiertag ist jedoch nicht in jedem Bundestag gesetzlich geregelt. Wir verraten Ihnen, wer am 1. November 2022 frei hat.

In vielen katholisch geprägten Ländern wird Allerheiligen am 1. November zu Ehren der Verstorbenen gefeiert. In Deutschland sind es nur einige Bundesländer, in denen ein offizieller stiller Feiertag für einen freien Tag sorgt. Dabei gilt an Allerheiligen, genau wie am Karfreitag, ein Tanzverbot.

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Wann ist Allerheiligen 2022?

Der „Gedenktag aller Heiligen“ wird jedes Jahr am gleichen Tag gefeiert, dem 1. November. Im Jahr 2022 fällt Allerheiligen damit auf einen Dienstag. In den nächsten Jahren fällt der Gedenktag wie folgt:

  • 2023: Mittwoch, 1. November 2023
  • 2024: Freitag, 1. November 2024
  • 2025: Samstag, 1. November 2025

Allerheiligen 2022: In welchen Bundesländern ist frei?

In einigen Bundesländern ist Allerheiligen nicht nur ein Gedenk-, sondern ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag. Hier haben Sie am Dienstag, den 1. November 2022, frei:

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  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Was ist die Bedeutung von Allerheiligen?

Allerheiligen ist ein Feiertag mit einem pragmatischen Hintergedanken. Wie der Name schon erahnen lässt, ist es ein Feiertag zum Ehren und Gedenken aller Heiligen der katholischen Kirche. Da ein Jahr zu wenig Tage hat, um jeder heiligen Person einen eigenen Ehrentag zu widmen, wurde der 1. November zum Gedenken aller heiligen Männer und Frauen zu einem Feiertag erklärt.

Nicht nur den Verstorbenen, die vom Papst heiliggesprochen wurden, sondern allen verstorbenen Menschen, die ihr Leben nach dem christlichen Glauben geführt haben, wird an Allerheiligen gedacht.

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Wo ist Allerheiligen außerhalb von Deutschland ein Feiertag?

Nicht nur in einigen deutschen Bundesländern ist Allerheiligen ein wichtiger Gedenktag. In vielen europäischen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Italien, Frankreich und Belgien, gilt der 1. November als gesetzlicher Feiertag. Eine vollständige Liste der europäischen Ländern finden Sie hier:

  • Spanien
  • Frankreich
  • Italien
  • Belgien
  • Portugal
  • Lichtenstein
  • Luxemburg
  • Österreich
  • Kroatien
  • Litauen
  • Polen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Ungarn
  • Katholisch geprägte Kantone der Schweiz
  • Schweden (variierendes Datum)
  • Finnland (variierendes Datum)

Mancherorts wurden andere Regelungen bezüglich des Datums getroffen. In Finnland und Schweden wird Allerheiligen nicht immer am 1. November, sondern an dem Samstag zwischen dem 31. Oktober und dem 6. November gefeiert. In den Niederlanden hingegen gilt Allerheiligen seit 1960 nicht mehr als gesetzlicher Feiertag.

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Wird Allerheiligen auch außerhalb von Europa gefeiert?

Die Philippinen in Südostasien standen lange Zeit unter christlichem Einfluss und sind bis heute überwiegend katholisch, weswegen einige europäische Bräuche ihren Weg in das entfernte Land fanden. Hier ist eine andere Version von Allerheiligen zur Tradition geworden. Es ist Brauch, dass der Verstorbenen gedacht wird, indem Familien auf den Friedhöfen kampieren. Aber es ist ein freudiger Anlass und es herrscht eine allseits feierliche Stimmung, um den verstorbenen Angehörigen eine Freude zu bereiten.

Welche Verbindung haben Allerheiligen und Halloween?

Halloween, wie es heute gefeiert wird, hat sich zu einem sehr kommerzialisierten Fest entwickelt. Ursprünglich stammt dieser Brauch aus Irland, wo gläubige Christen am Abend vor Allerheiligen Lichter anzündeten, um ihrer Toten zu gedenken. Der Begriff Halloween leitet sich vom englischen Ausdruck All Hallows’ Eve ab. Sinngemäß übersetzt: der Abend vor Allerheiligen.

Nachdem diese Tradition nach Amerika gelangt war, veränderten sich die Bräuche bis hin zu dem heute verbreiteten Verkleiden und dem Sammeln von Süßigkeiten. Später kehrte dieser Trend in seiner jetzigen Form in die europäischen Länder zurück.

Was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?

Während zu Allerheiligen der Heiligen und Seligen gedacht wird, widmet sich Allerseelen am 2. November dem Gedenken aller Verstorbenen. In der katholischen Kirche wird durch Gebete und Fürbitten für die im Fegefeuer verweilenden Seelen Gnade für ihre Sünden erbeten.

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Allerseelen folgt direkt auf Allerheiligen, ist jedoch kein offizieller Feiertag. Dennoch ist es ein Tag, an dem Familien ihrer verstorbenen Verwandten gedenken und zu ihren Ehren die Gräber besuchen und schmücken.

Was hat der Reformationstag mit Allerheiligen zu tun?

Laut der Legende soll Martin Luther 1517 am Abend vor Allerheiligen 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. Damit prangerte er die von der Kirche propagierte Ansicht an, dass Geldbeträge nötig seien, um eine Absolution von Sünden zu erhalten. So leitete Luther die kirchliche Reformation ein. Ob das Anschlagen der Thesen in dieser Form wirklich stattgefunden hat, ist nicht geklärt. Unbestritten ist allerdings, dass Luther seine Thesen in einem Brief an Bischöfe und wichtige Würdenträger richtete und damit den Anstoß für die Reformation der Kirche gab.

Der 31. Oktober ist in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen schon lange ein Feiertag. 2017, genau 500 Jahre nach dem Anschlag der Thesen, wurde der Reformationstag einmalig bundesweit gefeiert. Dies nahmen die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zum Anlass, um diesen Tag ab 2018 ebenfalls offiziell zu einem Feiertag zu erklären.

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Warum gilt an Allerheiligen ein Tanzverbot?

In den fünf Bundesländern, in denen Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag ist, gilt am 1. November ein Tanzverbot. In Baden-Württemberg können Verstöße sogar als Ordnungswidrigkeit mit einem hohen Bußgeld belegt werden.

Das Tanzverbot untersagt dabei das Abhalten öffentlicher Tanz- und Sportveranstaltungen sowie das Spielen lauter Musik. Das Verbot resultiert aus traditionellen Gründen der Sittlichkeit. Ausgelassenes Tanzen an Tagen zum Gedenken und Ehren, wie Karfreitag oder Allerheiligen, gilt im europäischen Christentum als unangemessen.

RND/do

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