Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Emsland

„Wichtig ist ein Stresstest“: RWE hofft auf Entscheidung der Politik zu Atomkraft

Die Entscheidung über einen Weiterbetrieb seines Kernkraftwerks Emsland über das Jahresende hinaus sieht der Energiekonzern RWE bei der Politik.

Die Entscheidung über einen Weiterbetrieb seines Kernkraftwerks Emsland über das Jahresende hinaus sieht der Energiekonzern RWE bei der Politik.

Essen. Die Entscheidung über einen Weiterbetrieb seines Kernkraftwerks Emsland über das Jahresende hinaus sieht der Energiekonzern RWE bei der Politik. „Wichtig ist, dass jetzt ein Stresstest gemacht wird. Auf Basis des Stresstests wird die Politik dann die Entscheidung treffen und die warten wir ab“, sagte RWE-Vorstandschef Markus Krebber am Donnerstag in Essen bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Nach der Entscheidung gehe es „in die Richtung, die die Politik wünscht“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Krebber sagte weiter: „Wir haben früher schon gesagt, die Kapazität der Anlagen, die zur Verfügung stehen würde, ist überschaubar. Der Effekt aufs Gassparen ist auch überschaubar. Es gibt rechtliche und regulatorische Hürden.“

Bei dem sogenannten Stresstest sollen die Übertragungsnetzbetreiber die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland unter verschärften Bedingungen überprüfen. Wann das Ergebnis kommt, ist noch offen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Mittwoch hatte sich der Energiekonzern Eon zurückhaltend zur Frage eines Weiterbetriebs seines Atomkraftwerks Isar in Niederbayern geäußert, gleichzeitig aber Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Sollte die Bundesregierung im Rahmen des laufenden Stresstests zu einer Neubewertung der Lage kommen, dann sind wir zu Gesprächen bereit“, hatte Eon-Finanzvorstand Mark Spieker gesagt.

In Deutschland sind noch drei Kernkraftwerke am Netz. Betreiber des dritten Kraftwerks in Neckarwestheim (Baden-Württemberg) ist der Energiekonzern EnBW.

RWE will Gasumlage nicht in Anspruch nehmen

Der Energiekonzern RWE will die geplante Gasumlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure nicht für sich in Anspruch nehmen. „RWE ist ein finanzstarkes und robustes Unternehmen. Wir erwägen daher, bis auf Weiteres darauf zu verzichten, unsere Verluste aus der Gasersatzbeschaffung für diese Umlage geltend zu machen“, sagte RWE-Vorstandschef Markus Krebber am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Essen. „Wir würden diese dann (...) selber tragen.“

Über die erwartete Höhe der Verluste machte RWE keine Angaben. Deren Höhe werde davon abhängen, wie viel Gas noch aus Russland komme. „Es geht hier schon um einen relevanten Betrag“, sagte Krebber. Der Vorstandschef bezeichnet es als „richtige Lösung“, dass die Gasumlage von den Gaskunden getragen werden soll. „Denn das gibt natürlich einen Anreiz durch die dann steigenden Gaspreise, weiterhin Gas einzusparen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Umlage soll ab Anfang Oktober greifen und Gasimporteuren wie Uniper zugute kommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Die Höhe der Umlage soll am Montag, 15. August, bekanntgegeben werden.

RND/dpa

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken