Kommentar

Nach dem Beinahezusammenbruch: Die Lufthansa hat nicht gelernt

Bei der Lufthansa droht wieder ein Pilotenstreik.

Bei der Lufthansa droht wieder ein Pilotenstreik.

Auf eine absurde Art hätte die Corona-Krise eine Chance für die Lufthansa sein können. Seit Jahren quält sich das Unternehmen mit dem Abschied von einem goldenen Zeitalter, in dem die großen Airlines nationaler Stolz und ihre Flieger Inbegriff von Erfolg und Modernität waren. Wie lange ist das her? Wohl knapp 40 Jahre, dann startete Ryanair.

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Die Lufthansa darf man als Anschauungsmaterial für das Leiden eines einst glanzvollen Unternehmens an der Transformation verstehen. Große Teile der Belegschaft, allen voran die einst modernen Piloten, taten sich schwer mit der profanen Neuzeit. Man beharrte auf Privilegien und wollte Veränderungen nicht sehen, die Außenstehenden selbstverständlich schienen.

Lufthansa: Die Unternehmensleitung begann zu tricksen

Da begann die Unternehmensleitung ihrerseits zu tricksen. Man schuf neue Einheiten, lagerte aus, führte wieder zusammen, schürte interne Tarifkonkurrenz. Gleichzeitig wechselte man Strategien, wollte hier gegen Billigflieger und dort in der Luxusklasse bestehen.

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Das Motiv war die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit, das Ergebnis sind vor allem interne Verunsicherung und Misstrauen. So kann es passieren, dass das Unternehmen in einer immer noch tiefen strukturellen Krise auf einen harten Tarifkonflikt zusteuert und sich in bewährter Manier mit sich selbst beschäftigt.

Die geschäftliche Nahtoderfahrung in der Pandemie hätte eigentlich zu ein paar Einsichten auf allen Seiten und zu einem gemeinsamen Neuanfang führen müssen. Die Lufthansa gibt es nur noch dank Staatshilfe, und die war keineswegs selbstverständlich. Ob man das Unternehmen in dieser Form erhalten und damit diese Struktur und innere Verfassung konservieren musste – darüber kann man durchaus streiten.

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