Kommentar

Carsharing braucht einen Neustart

Carsharing muss gemeinsam mit den Kommunen geplant werden, meint RND-Autor Frank-Thomas Wenzel.

Carsharing muss gemeinsam mit den Kommunen geplant werden, meint RND-Autor Frank-Thomas Wenzel.

Frankfurt am Main. Es ist das Eingeständnis eines Scheiterns: Mercedes und BMW verkaufen ihre gemeinsame Carsharing­tochter Share Now. Die französisch-italienische Opel-Mutter Stellantis übernimmt das Geschäft, das für die Manager der beiden deutschen Autobauer zunehmend zu einem ärgerlichen Anhängsel geworden war. Carsharing passt nicht mehr in deren Konzept, da sie sich der luxuriösen Individual­mobilität mit immer größeren Autos verschrieben haben.

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Der Ausflug in die Welt der „neuen Mobilität“ beruhte ohnehin auf einer krassen Fehlanalyse: Angeblich wollten immer mehr junge Leute, die in Großstädten wohnen, vom Privat-Pkw nichts mehr wissen. Das erzeugte Besorgnis in den Führungsetagen. Also rief Daimler 2009 Car2Go ins Leben. BMW zog mit Drive Now 2011 nach.

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Eigenes Auto immer noch beliebt

Doch die Pkw-Abstinenz stellte sich nicht ein. Da die jungen Leute, wenn sie etwas älter geworden und zu Geld gekommen waren und eine Familie gründeten, sich eben doch wieder den einen Pkw zulegten. Carsharing fungiert heute bestenfalls als gelegentliche Ergänzung zur Nutzung des eigenen Wagens. Entsprechend bescheiden lief das Geschäft von Share Now – die Marke ist seit 2019 als Resultat der Fusion von Car2Go und Drive Now aktiv.

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Das heißt aber nicht, dass das Autoteilen keine Zukunft hat. Es gilt noch immer, die Zahl der Pkw in den Städten deutlich zu reduzieren. Dies kann klappen, wenn Carsharing mit Subventionen zu einer Ergänzung des ÖPNV ausgebaut wird. Stellantis muss nun zeigen, wie das in Kooperation mit Kommunen auf intelligente Art und Weise funktioniert – und zwar mit Elektroautos, denn nur die Stromer haben in den Städten eine Zukunft.

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