Inflationsangst treibt Notenbanken um

Bank of England erhöht Leitzins auf 1,25 Prozent

Das Gebäude der Bank of England im Londoner Finanzdistrikt.

Das Gebäude der Bank of England im Londoner Finanzdistrikt.

London. Die Zentralbank des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland hat ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 1,25 Prozent erhöht. Damit widerstand die Bank of England am Donnerstag dem Druck, energischere Schritte zu vollziehen, um gegen die Preissteigerungen vorzugehen, die die Inflation auf ein 40-Jahres-Hoch getrieben hatten. Sie kündigte aber weitere Zinsschritte an. Am Mittwoch hatte bereits die US-Notenbank Fed ihren Leitzins um 0,75 Prozentpunkte erhöht. Mit der stärksten Zinsanhebung seit fast 30 Jahren versucht die US-Notenbank, die Inflation zu verlangsamen, die zuletzt auf 8,6 Prozent gestiegen war und immer weitere Teile der Wirtschaft erfasst.

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Schweizer Nationalbank setzt Zinsen ein halbes Prozent rauf

Am Donnerstag belastete zudem eine überraschende Zinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Europas Börsen. In Frankfurt sackte der Dax zeitweise in Richtung der Marke von 13 000 Zählern. Die SNB erhöhte den Leitzins überraschend um 0,5 Prozentpunkte und erklärte dies als Maßnahme gegen inflationären Druck.

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Der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), Währungshüter der Euro-Zone, steigt damit. Der EZB-Rat hatte bei seiner jüngsten regulären Sitzung am vergangenen Donnerstag angesichts der rekordhohen Teuerung nach langem Zögern den Ausstieg aus der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik beschlossen: Die milliardenschweren Anleihezukäufe werden zum 1. Juli beendet. Bei der nächsten regulären Sitzung des EZB-Rates am 21. Juli will die Notenbank die Leitzinsen erstmals seit elf Jahren wieder erhöhen, zunächst um jeweils 0,25 Prozentpunkte.

RND/AP

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