Interview

Vor dem Masters: Vinnhorsts Trainer Dominiković über Lieblingsvereine und Linksfüße

Vinnhorsts Trainer Davor Dominiković hat schon mit einigen guten Fußballern zusammengespielt.

Vinnhorsts Trainer Davor Dominiković hat schon mit einigen guten Fußballern zusammengespielt.

Hannover. Mit einem äußerst namhaften Trainer streben die Handballer des TuS Vinnhorst in die 2. Liga. Davor Dominiković hat unter anderem beim THW Kiel und FC Barcelona gespielt, wurde 2004 Olympiasieger mit Kroatien – und coacht seit der Saison 2020/21 den Drittligisten im Norden Hannovers. Gerade erst hat der 44-Jährige seinen Vertrag bis 2025 verlängert. Im Interview geht es aber aus gegebenem Anlass – am Sonnabend, 28. Januar, steigt ab 12.30 Uhr das "Radio 21 präsentiert: Neue Presse Masters supported by Trend ID" im Sportzentrum des TuS – ausnahmsweise weniger um Handball…

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Herr Dominiković, ist es in Ordnung, wenn wir heute fast nur über Fußball reden?

Das ist okay, ich bin auch ein Fußballfan. Wir Handballer kicken ja gern zum Aufwärmen.

Wie sehr verfolgen Sie Fußball? Und haben Sie einen Lieblingsverein?

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Von Kindheit an: Hajduk Split. Und ich bin stolzer Fan der Nationalmannschaft. Dass die gerade Bronze bei der WM geholt hat, ist für ein Land mit 3,8 Millionen Einwohner ein Megaerfolg.

Vinnhorst-Coach Davor Dominiković: Stuttgart-Fan

Drücken Sie auch einem Klub in Deutschland die Daumen?

Ja, auch das seit der Kindheit. Früher gab es viele Gastarbeiter, und wenn die mal aus Deutschland nach Hause gekommen sind, haben sie Sportzeitschriften mitgebracht. Und so bin ich über Hansi Müller zum VfB Stuttgart gekommen. Ich habe auch ein Trikot und war in der Saison 2002/03 in Stuttgart beim Spiel gegen Hannover 96 im Stadion.

Haben Sie auch selbst Fußball gespielt?

Fast acht Jahre lang, von 6 bis 14 – und das auch ganz gut. Durch meinen Cousin bin ich dann zum Handball gekommen. Meine Liebe ist aber noch immer Basketball, vor allem Streetball.

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Beim TuS Vinnhorst wird doch sicher auch sehr gerne Handball zum Aufwärmen gespielt, oder?

Klar. Es gibt natürlich auch mal Tage mit handballspezifischen Übungen zum Aufwärmen, da sind die Spieler dann nicht so glücklich. Wir spielen immer „Alt“ gegen „Jung“ bis zehn. Wer verliert, muss eine Kabinenparty organisieren.

Auch beim TuS behalten meistens die Routiniers die Oberhand

Und wer gewinnt? Bestimmt „Alt“…

Genau, „Alt“. Aber gestern hat tatsächlich zum ersten Mal „Jung“ gewonnen!

Welcher Spieler tut sich denn am Fußball besonders hervor?

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Oh, die Jungs sind insgesamt echt gut. Aber wenn ich jetzt Namen nenne, fragen andere, warum ich sie nicht genannt habe. Wir haben auf jeden Fall starke Linksfüße im Team.

Sie haben in vielen Spitzenteams gespielt: Wer ist Ihnen fußballerisch besonders in Erinnerung geblieben?

In der Nationalmannschaft waren Ivano Balić und Petar Metličić richtig stark.

Nach vier Toren fragt sogar Barca TV mal an

Gibt es eine Fußballanekdote, die Sie uns verraten können?

In Barcelona war es Tradition, dass man zum Saisonabschluss ein vereinsinternes Elf-gegen-Elf im Camp Nou spielen darf, wenn man einen Titel gewonnen hat. Wir gewannen 2005 gleich in meiner ersten Saison dort die Champions League. Weil der Rasen im Stadion gewechselt wurde, spielten wir ausnahmsweise in La Masia. Ich war sehr erfolgreich und habe vier Tore geschossen, übrigens keins mit dem Kopf. Da musste ich sogar Barca TV ein Interview geben. Nach einem Handballspiel hatte ich das bis dahin nie gedurft... (lacht)

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Wie sehr verfolgen Sie den Sport in Hannover sonst?

Zu den Recken gehe ich oft, bei 96 war ich auch schon – im Pokal gegen Düsseldorf. Ansonsten habe bis jetzt aber kaum Gelegenheiten gehabt, mir Spiele anzuschauen. Ich habe auf jeden Fall mal Bock, zu den Indians zu gehen, und freue mich natürlich auch, wenn unsere Turner Erfolg haben.

Wer wird Deutscher Meister?

Handball oder Fußball?

Handball!

Einmal Zebra, immer Zebra! Es wird sehr eng, aber ich bin ein ehemaliger Spieler. Und auch wegen Domagoj Duvnjak setze ich auf den THW Kiel.

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Letzte Frage: Sie sind in der Liga zu Hause ungeschlagen. Haben Sie keinerlei Bedenken, dass die Fußballer bei dieser Erfolgsserie irgendwie dazwischenfunken könnten?

Nein, ich bin nicht abergläubisch. Alle können gerne sehen, wo wir wohnen und arbeiten. Ich freue mich, dass so eine Veranstaltung bei uns stattfindet und wünsche allen Mannschaften viel Erfolg und Gesundheit!

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