Überraschung

Die große Unbekannte beim Neue Presse Masters: Wer ist eigentlich der MTV Soltau?

Der MTV Soltau ist wohl der Überraschungsteilnehmer beim Neue Presse Masters.

Der MTV Soltau ist wohl der Überraschungsteilnehmer beim Neue Presse Masters.

Hannover. Sie haben sich und ihren Trainern da ganz schön was „eingebrockt“, die Kicker des MTV Soltau. So jedenfalls formuliert es Piotr Lawitzki, der die Mannschaft im gleichberechtigten Tandem gemeinsam mit Timo Sonnenberg trainiert. Völlig überraschend hat sich der Bezirksligist aus dem Heidekreis für das Neue Presse Masters supported by Trend ID qualifiziert – und das bringt so manch kleinere Baustelle mit sich. Aber so viel ist klar: „Wir kommen, das ist doch gar keine Frage“, sagt Coach Lawitzki. „Alle wollen dort hin. Das Interesse bei den Spielern ist riesengroß, bei so einem geilen Turnier dabei sein zu dürfen.“

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Niemand hatte das Masters auf dem Schirm, als der MTV für das Hallenturnier des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide zusagte. Wohl alle bis auf Phillip Schütz, der lange für die "Krähen" spielte, den es aber aus beruflichen Gründen weiter gen Norden verschlagen hat, der mittlerweile für Soltau die Schuhe schnürt und seine neue Mannschaft zum zweitägigen Budenzauber nach Langenhagen lotste. Wobei: zweitägig? "Für Sonntag hatten wir in Fallingbostel zugesagt. Wir haben uns ehrlicherweise nicht allzu große Chancen ausgerechnet", gesteht Lawitzki.

MTV Soltau erarbeitet sich Ticket fürs Neue Presse Masters

Bekanntermaßen kam es anders: Soltau machte im letzten Spiel des Sonnabends gegen die DJK Sparta Langenhagen aus einem 0:1 noch ein 2:1, schob sich gegen 22 Uhr mit nunmehr neun Punkten noch am Kontrahenten vorbei auf Platz vier – und durfte am Sonntag wiederkommen. Nach Fallingbostel fuhr kurzerhand eine mit Spielern der 2. Herren verstärkte Abordnung. Und in Langenhagen war für den anderen Teil des Kaders erst im Endspiel gegen die Gastgeber Schluss – und das auch erst im Neunmeterschießen. „Am Montag waren alle mausetot. Es gibt Videos, wie sich die Jungs da so fortbewegt haben“, verrät Lawitzki und lacht.

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Zugleich „gab es aber immer mehr Infos, wie groß und wie bekannt das Masters in der Region Hannover ist“, so der Coach. Es war also ganz schnell klar, dass der MTV seinen hart erarbeiteten Fahrschein nicht verfallen lässt. Dass man für den 28. Januar fürs Hallenturnier des MTV Egestorf zugesagt hat, sei kein Hindernis. „Auch für diese Baustelle werden wir eine Lösung finden“, betont Lawitzki, der nun zusammen mit Sonnenberg die Qual der Wahl hat und aus den vielen willigen Spielern die Riege fürs Masters bestimmen muss.

Ben Hirschmann ist die Nummer eins beim MTV Soltau – und hatte mit seinen Paraden in Langenhagen großen Anteil daran, dass seine Mannschaft beim Neue Presse Masters mitmischen darf.

Ben Hirschmann ist die Nummer eins beim MTV Soltau – und hatte mit seinen Paraden in Langenhagen großen Anteil daran, dass seine Mannschaft beim Neue Presse Masters mitmischen darf.

Aber was ist das denn nun für eine Mannschaft, die sich in Vinnhorst vorstellen wird? Die Fakten: Der MTV Soltau überwintert als Tabellenzweiter der Bezirksliga Lüneburg 2, drei Punkte hinter dem TV Jahn Schneverdingen. „Die haben andere Möglichkeiten, aber wir sind dran“, sagt Lawitzki. „Unser Ziel ist es, unter den ersten drei zu landen. Wir hätten aber nichts dagegen, aufzusteigen. Wenn nicht dieses dann eben nächstes Jahr.“ Es soll also zurück in die Landesliga gehen, aus der die Soltauer in der Saison 2013/14 abgestiegen sind.

Lawitzki und Sonnenberg profitieren von der guten Nachwuchsarbeit des Vereins, „90 Prozent der Mannschaft kommen aus der eigenen Jugend“, so der Trainer. Der Kader ist breit besetzt – und ganz offensichtlich fit. Der MTV presst, geht immer gleich in den Angriff – und ist bekannt für seine Moral. Im Heidekreis heißt es: Das Ergebnis wird erst eingetragen, wenn das Spiel auch tatsächlich abgepfiffen ist; zu oft schon haben die Soltauer ein Spiel in den letzten Minuten noch gedreht.

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Bekanntester Akteur im Aufgebot des MTV ist David Maria, der bis zur U19 beim Hamburger SV gespielt hat. Er und Trainersohn David Lawitzki halten sich in der Hallensaison eigentlich vornehm zurück, „vielleicht machen sie aber für das eine Mal eine Ausnahme“, so Coach Lawitzki. Louis Kirmeier, der unter anderem bei Eintracht Braunschweig und in Havelse ausgebildet worden ist, Phillip Klötzing (Oberliga mit Teutonia Uelzen), Moritz Erfurt sowie die Torjäger Mika-Jaimi Gonzalez und der ausgebuffte Hassan Turgut sind weitere Stützen des Teams.

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„Wir werden interessante Jungs bringen“, verspricht Lawitzki, der sich beim Masters durchaus Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Runde ausrechnet. „Da sind definitiv ein paar richtig gute Hallenspieler dabei. Wir wollen den Heidekreis gut repräsentieren.“ Eine kleine Baustelle bleibt aber noch für den Trainer, der von Beruf Krankenpfleger ist: Er hat am 28. Januar eigentlich Dienst. Aber auch dafür wird sich ganz sicher noch eine Lösung finden...

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