Leistungsrunde

Gut und griffig: Talente im Tor haben beim Neue Presse-Hallenpokal alles im Griff

Luiz Stec (rechts) und Alara Metina haben offenkundig gute Laune.

Luiz Stec (rechts) und Alara Metina haben offenkundig gute Laune.

Hannover. Der Jubel kann sich sehen lassen. Die beiden Zeigefinger als Zeichen des Triumphes in die Luft gestreckt, läuft Luis Schmidt von der SG Letter nach seinem zweiten Tor im Auftaktspiel gegen TuS Ricklingen zu seinen Mitspielern und lässt sich feiern. Und auch der Jubellauf von Ali Simsek von der SG 74 nach seinem Treffer gegen den VSV Hohenbostel ist sehenswert. Auf der Tribüne feuern die Eltern die Spieler an, die gute Stimmung beim E-Junioren-Turnier im Rahmen des Hallenpokals der Neuen Presse in der Halle der IGS Mühlenberg ist überall zu spüren. Vielleicht auch deshalb, weil an diesem Samstagmorgen erst einmal so einiges schiefgegangen war.

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„Der Hausmeister hatte bestimmt eine wilde Nacht“, sagt Carlos Menrath und lacht. Genau wie die anderen Spieler, Trainer und Eltern wartet auch der Elfjährige eine Viertelstunde vor Turnierbeginn draußen in der Kälte immer noch darauf, dass die Hallentür endlich aufgeschlossen wird. Das hatte der Hausmeister, wie sich später herausstellt, bereits früh genug gemacht. Ein Holzkeil sollte die Tür offen halten, was jedoch nicht klappte. Sei’s drum, beim zweiten Versuch blieb die Eingangstür offen. Jetzt schnell umziehen und los geht’s.

TuS Ricklingen: „Kämpfen, laufen, alles okay!“

„Leider nicht. Es dauert noch einmal 45 Minuten, bis der Ball endlich rollt. Es ist kein Hallenleiter da. Aber auch dieses Problem ist schnell gelöst. „Ich kenne mich da aus, das kriege ich schon hin“, sagt Carsten Matzeck. Er begleitet seinen Sohn Timo, der mit Roman Blunk als Schiedsrichter angesetzt ist. An diesem Vormittag ist er nun auch noch Aushilfshallenleiter.

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Die beiden jungen Unparteiischen haben leichtes Spiel, alle Teams gehen miteinander fair um und konzentrieren sich auf die wichtigen Dinge: Sie wollen Tore schießen und Spaß haben. Alle Mannschaften haben ihr Erfolgserlebnis – auch wenn es etwas dauert. So wie beim TuS Ricklingen, der seine ersten drei Spiele verliert, aber auf den letzten Drücker dann doch noch über einen 2:0-Sieg gegen Hohenbostel jubeln kann. „Alles gut, wir trainieren ja auch erst seit einer Woche wieder“, sagt Trainer Michael Miftari. „Solange sie kämpfen und laufen, ist alles okay.“

Torhüterin Alara: „Ohne mein Team wäre ich nicht so gut“

Den besten Angriff hat die Mannschaft der SG Letter II, die kleinen Kicker der SG Hannover 1874 III beeindrucken mit tollem Kombinationsspiel. Die Nummer eins bei diesem Turnier wird jedoch das Team mit der besten Nummer eins: der TSV Kirchrode III. Es ist beeindruckend, was Alara Metina Dirim da alles aus den Ecken ihres Tores fischt, wie mutig und gekonnt sie sich den gegnerischen Spielern entgegenwirft. „Sie spielt für ihr Leben gern Fußball, am liebsten sieben Tage in der Woche“, sagt TSV-Trainer und Vater Matin Dirim. 38 Minuten lang bleibt die Zehnjährige ohne Gegentor, erst im letzten Spiel gegen die SG 74 kassiert sie einen Treffer. „Das war sehr ärgerlich, eigentlich wollte ich keinen Ball reinlassen“, sagt Alara Metina und fügt hinzu: „Ist aber nicht schlimm. Wichtig ist, dass ich mich auf alle Spieler verlassen kann, denn ohne mein Team wäre ich nicht so gut.“

Jeden Freitag habe sie im Verein extra Torwarttraining, sagt die TSV-Spielerin. „Darauf freue ich mich immer sehr. Ich trainiere aber auch zu Hause“, sagt Alara Metina. Und das geht so: „Ich springe auf meinem Bett hoch, werfe den Ball gegen die Wand und fange ihn wieder auf. Wenn ich ihn nicht fange, muss ich schnell hoch und nachfassen. Da könnte ja ein Stürmer stehen.“ Heimtraining der besonderen Art – es lohnt sich.

Und noch ein anderer Torwart beeindruckt mit seinen Paraden. Luiz Stec vom VSV Hohenbostel ist ein kleiner Wirbelwind zwischen den Pfosten und bringt die Stürmer zur Verzweiflung. „Luiz ist richtig gut und griffig. Aber eigentlich hilft er nur aus, weil unser Stammtorwart nicht da ist“, sagt Trainer Sebastian von Swiontek. Nach zwei Spielen im Tor reicht es dann auch, jetzt will der Neunjährige lieber Tore schießen. „Torwart zu sein ist okay. Aber im Sturm macht es mehr Spaß. Da kann ich den anderen Torhütern ein paar reinhauen.“

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