Qualifikation

Zwei ganz spezielle Personalien: Luis López Wolter, Felix Lücke und Germania Grasdorf

Luis López Wolter (rechts, im Zweikampf mit Davenstedts Niels Burmeister) feiert eine gelungene Rückkehr zu Germania Grasdorf.

Luis López Wolter (rechts, im Zweikampf mit Davenstedts Niels Burmeister) feiert eine gelungene Rückkehr zu Germania Grasdorf.

Laatzen. Wie Felix Lücke zum Posten zwischen den Pfosten bei Germania Grasdorf gekommen ist, ist für sich schon eine kuriose Geschichte. Weil zwei andere Keeper, die für die Position vorgesehen waren, im Laufe der Kreisligahinrunde ausfielen, gab Lücke sein Ja-Wort – obwohl er eigentlich nur in der zweiten Mannschaft im Tor stehen wollte. Beim Gilde-Hallencup stellte sich Lücke im ersten Spiel der Vorrunde noch in den Kasten, um dann in der Umkleidekabine zu verschwinden. Aber nicht, um in etwas Gemütlicheres zu schlüpfen – eher in etwas Edleres.

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Denn statt in der Halle der Albert-Einstein-Schule war sein Typ fortan im Forum der Lehranstalt gefragt: Als Klarinettenspieler während des Neujahrsempfangs der Stadt Laatzen. Dort traf er den richtigen Ton, um direkt danach dafür zu sorgen, dass der Bezirksligist TSV Burgdorf im Halbfinale nicht gegen den gastgebenden Kreisligisten trifft.

Felix Lücke trägt seinen Teil zur Masters-Qualifikation bei

Für die Vorschlussrunde kehrte Lücke also ins Trikot und ins Tor zurück, bot beim 2:0-Sieg der Grasdorfer eine überragende Leistung und war ein großer Faktor für den Finaleinzug der Germanen, der gleichbedeutend mit der Qualifikation fürs Neue Presse Master supported by Trend ID war. Im Kader der Laatzener befinden sich übrigens noch ein Geigenspieler und ein Cellist. „Bei uns ist halt ordentlich Musik drin“, sagte der stellvertretende Spartenleiter Jürgen Engelhard nicht ohne Grund.

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Bei der Germania geht es aber nicht nur darum, wer wann wie viele Tore für das Team schießen könnte oder sie – wie in Lückes Fall – verhindert. Der Verein ist sich auch seiner sozialen Verantwortung bewusst. Als die Laatzener erfuhren, dass ihr früherer Jugendspieler Luis López Wolter, der vor vielen Jahren nach Mérida in Spanien gezogen war, dort aufgrund der prekären Lage auf dem Arbeitsmarkt keine Stelle findet, holten sie ihn im vergangenen Sommer zurück nach Deutschland. Und nicht nur das: Die Grasdorfer besorgten ihm auch den gewünschten Ausbildungsplatz als Mechatroniker.

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Als Fußballer durfte López Wolter in der Hinrunde nur mittrainieren, da die erforderlichen Unterlagen des spanischen Fußballverbandes sehr lange auf sich warten ließen. Die Papiere sind mittlerweile da – und der Kicker darf nun auch offiziell für die Germanen aufs Feld laufen. Erstmals beim ersten Vorrundenspiel des eigenen Gilde-Hallencups gegen den SV Nienhagen. Es waren fünf Minuten gespielt, als López Wolter zum 1:0 für die Grasdorfer traf. Erstes Spiel, erstes Tor – wohl seine Art, um dem Klub Danke zu sagen.

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