Play-off-Halbfinale

Parker Bowles lässt den Pferdeturm beben: Hannover Indians gleichen gegen Memmingen aus

Ich hab es gemacht: Parker Bowles (links) feiert zusammen mit den 4156 Zuschauern den ersten Treffer des Abends am Pferdeturm.

Ich hab es gemacht: Parker Bowles (links) feiert zusammen mit den 4156 Zuschauern den ersten Treffer des Abends am Pferdeturm.

Hannover. Die Hannover Indians haben in den Play-offs der Eishockey-Oberliga tatsächlich ein fünftes und entscheidendes Spiel in ihrer Halbfinal-Serie gegen die Memmingen Indians erzwungen. Der ECH bezwang die Bayern, getragen von den teilweise völlig ausflippenden 4156 Zuschauern am Pferdeturm, mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0.)

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Bowles trifft nach nur 64 Sekunden

Besser hätte die Partie für den ECH nicht beginnen können: Parker Bowles traf schon nach 64 Sekunden zum 1:0. Die Gastgeber verdienten sich die Führung zur ersten Pause, im zweiten Abschnitt wurden die Memminger aber immer stärker. Petr Pohl (24. Minute, 28.) und Matej Pekr (25.) besaßen erstklassige Chancen zum Ausgleich – verzogen aber oder scheiterten an Hannovers Keeper David Miserotti-Böttcher, der wie in Spiel drei erneut zwischen den Pfosten stand.

Das 2:0 von Jayden Schubert fiel daher zum bestmöglichen Zeitpunkt aus ECH-Sicht (28.). Im Schlussdrittel erhöhte der Mannschaftskapitän höchstpersönlich auf 3:0: Branislav Pohanka überwand Memmingens Keeper Marco Eisenhut per Schlenzer aus dem Handgelenk (48.).

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Miserotti-Böttcher überragt zwischen den Pfosten

Vor und nach diesem Treffer verteidigten die Gastgeber, wie schon in vielen Situationen in der Serie gegen Weiden, mit Mann und Maus die Zone vor ihrem eigenen Tor. Und was nicht geblockt und abgewehrt werden konnte, schnappte sich der überragende Miserotti-Böttcher. Die Memminger feuerten teilweise aus allen Lagen, blieben jedoch in diesem vierten Halbfinalspiel erstmals in den Play-offs ohne eigenen Treffer. Pohanka traf stattdessen ins leere Tor zum 4:0-Endstand (58.). Spiel fünf erfolgt am Mittwoch (19.30 Uhr) in Memmingen.

Dieses vierte Spiel hatte sich der ECH am Sonnabend mit einem großen Kämpferherz verdient – und gewann in Memmingen nach 0:4-Rückstand noch mit 5:4 (0:2, 2:2, 2:0) nach Verlängerung. Im ersten Drittel trafen Pohl (14.) und Linus Svedlund (18./doppelte Überzahl) zum 2:0. Im Mittelabschnitt erhöhten Pohl (24.) und Sergei Topol (31.) auf 4:0. Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach der Sommerpause für den ECH aus. Doch Mike Mieszkowski (36.), Nick Bovenschen (40.), Parker Bowles (48.) und Joe Kiss (50.) glichen zum 4:4 aus. In der Verlängerung vollendete Robin Palka (66.) das „Wunder vom Hühnerberg“.

In einem Play-off-Spiel, vor allem angesichts des sicheren Saisonendes, ist ein solches Comeback einmalig in der seit 1948 währenden ECH-Vereinshistorie.

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