Qualifikation

Es geht auch ohne Trainer: SC Hemmingen-Westerfeld siegt sich in Springe zum Masters

Üppig belohnter Sieger: Der SC Hemmingen-Westerfeld verlässt den Deister mit reichlich Beute.

Üppig belohnter Sieger: Der SC Hemmingen-Westerfeld verlässt den Deister mit reichlich Beute.

Springe. Klarer Trend beim 25. NDZ-Cup des FC Springe: Teams, die sich ohne ihren Trainer selbst gecoacht haben, sind weit gekommen. Am besten glückte das dem SC Hemmingen-Westerfeld: Der Bezirksligist gewann das Finale, das quasi zur Hemminger Stadtmeisterschaft gegen die SV Arnum wurde, mit 2:0. Damit hat der SCH das Ticket für das Neue Presse Masters supported by Trend ID gelöst.

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Neben den beiden Finalisten kam auch der Dritte TSV Barsinghausen ohne Coach gut zurecht: Im Neunmeterschießen des kleinen Finals setzten sich die Hallenspezialisten vom Deister mit 2:1 gegen den Gastgeber aus Springe durch. Der FCS hatte mit Milan Rukavina seinen „eigentlichen“ Übungsleiter dabei und wusste speziell am Schlusstag der dreitägigen Veranstaltung zu überzeugen – allen voran Moritz Gudsuzian, der zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde.

Der SC Hemmingen-Westerfeld kann’s auch ohne Trainer

Braucht man denn überhaupt einen Trainer an der Seitenlinie für ein gutes Abschneiden unter dem Hallendach? Diese Frage stellt sich nach dem Turnier in der Halle am Schulzentrum Süd. „Die Jungs sind sehr gut organisiert und haben das hervorragend alleine bewältigt“, sagte Mo Kordian, normalerweise Co-Trainer der Hemminger, diesmal lediglich als Zuschauer zugegen. Die Philosophie von Chefcoach Martin Pyka, in jeder Situation spielerisch eine Lösung zu finden, ist für einen guten Auftritt in der Halle sicherlich förderlich.

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Das klassenhöchste Team, der FC Eldagsen aus der Landesliga, kam über die Zwischenrunde nicht hinaus und landete auf Platz sechs. „Wir hatten nicht viele Hallenspezialisten dabei, haben das Team dazu mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und der Ü32 aufgefüllt“, sagte FCE-Trainer Holger Gehrmann. Daher kamen die Zuschauer in den Genuss, die Spielkunst der früheren Eldagser Könner André Gehrke und Christian Marx noch einmal zu erleben. Die volle Konzentration der Schwarz-Gelben gelte der zweiten Saisonhälfte in der Landesliga, sagte Gehrmann. Der Budenzauber müsse sich dem Klassenerhalt in der Landesliga absolut unterordnen.

Bis zur Zwischenrunde hatte die SSG Halvestorf/Herkendorf die Zuschauer mit ihrem Spiel begeistert. Der Bezirksligist aus Hameln gefiel auch am Turniersonntag, glänzte mit technisch anspruchsvollen Auftritten, die sogar eine „espaldinha”, wie die Brasilianer den Pass mit dem Rücken nennen, beinhalteten. Letztlich schaffte das Team von Spielertrainer Dennis Hoferichter im entscheidenden Duell um den Halbfinaleinzug gegen die Barsinghäuser nur ein 4:4, nur ein Sieg hätte der SSG dem Neue Presse Masters nähergebracht.

Bei der 25. Auflage des NDZ-Cups freute sich Organisator Ralf Käß über drei Tage volle Hütte unter dem Dach. 930 zahlende Zuschauer kamen am Wochenende – Teams und Anhang nicht eingerechnet. Am Vorrundensonnabend wurden sämtliche Bestände an Ess- und Trinkbaren leergekauft – ein Indiz für den hohen Zuspruch in Springe. "Der Amateurfußball lebt, und das stärker als je zuvor", sagte Käß bei der Siegerehrung. Nach den Corona-Jahren und einer WM, die nicht für echte Fußballfans gewesen sei, sei die Lust auf das Turnier riesig gewesen.

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Der Organisator des gastgebenden Klubs lobte auch die Fairness während des NDZ-Cups: Es gab keinen Platzverweis und keine nennenswerte Verletzung. Lediglich im Zwischenrundenderby zwischen den Springern und dem FC Eldagsen, das mit 3:1 an den ausrichtenden Kreisligisten ging, gab es drei, vier Zweikämpfe, die sich etwas in Richtung grenzwertig bewegten – aber das gehört auch unter dem Dach wohl zu einem Nachbarschaftsduell dazu.

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Eine starken Eindruck hinterließ der Bezirksligist aus Arnum, obwohl er am Sonnabend nur fünf und am Sonntag nicht mehr als sechs Feldspieler zur Verfügung hatte. Mit Mustafa Cinar stellte die SVA den Torschützenkönig, der 13-mal traf. Im Finale waren die Hemminger stärker – exemplarisch sei das 1:0 durch Obed Owusu genannt, der sich seine körperliche Präsenz zunutze machte und sich gegen zwei Arnumer durchsetzte. Das 2:0 von Joshua Tawahen 35 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte für die Entscheidung. In der Vorrunde hatten die Hemminger den Nachbarn aus Arnum schon mit 4:2 bezwungen – sie waren wirklich der verdiente Sieger des NDZ-Cups. Völlig egal, ob mit oder ohne Trainer hinter der Bande.

Alle Ergebnisse der Gruppe A

FC Springe – FC Eldagsen 3:1, TSV Bemerode II – SC Hemmingen-W. 2:6, FC Eldagsen – TSV Bemerode II 4:0, SC Hemmingen-W. – FC Springe 4:1, TSV Bemerode II – FC Springe 0:4, FC Eldagsen – SC Hemmingen-W. 2:2

Alle Ergebnisse der Gruppe B

SV Arnum – TSV Barsinghausen 3:3, SV Weetzen – SSG Halvestorf/H. 0:6, TSV Barsinghausen – SV Weetzen 2:1, SSG Halvestorf/H. – SV Arnum 3:4, SV Weetzen – SV Arnum 1:5, TSV Barsinghausen – SSG Halvestorf/H. 4:4

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Halbfinale

SC Hemmingen-W. – TSV Barsinghausen 2:1

SV Arnum – FC Springe 4:3 n.N.

Neunmeterschießen um Platz 3

TSV Barsinghausen – FC Springe 2:1

Finale

SC Hemmingen-Westerfeld – SV Arnum 2:0

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