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10:14-Heimniederlage

„Kesselflicker belohnt“: Waspo 98 verliert Prestigeduell gegen Spandau

Mit zwölf Paraden: Felix Benke zeigte eine starke Partie im Waspo-Tor.

Mit zwölf Paraden: Felix Benke zeigte eine starke Partie im Waspo-Tor.

Hannover. Waspo-Trainer Karsten Seehafer muss ganz kurz vor dem Anpfiff des Topspiels der Wasserball-Bundesliga im Stadionbad herzhaft gähnen. Zudem trägt er ein Champions-League-Poloshirt vom Final-8-Turnier, das der Meister in dieser Saison wieder erreichen will. Der Fokus, so lässt sich das deuten, liegt in dieser Woche auf der Königsklasse, dem Schlüsselspiel am Freitag in Budapest. Das Prestigeduell gegen Spandau 04 am Dienstagabend verliert Waspo mit 10:14 (4:1, 1:2, 1:6, 4:5). Hinterher ist Seehafer jedoch richtig bedient: „Wir beginnen stark. Aber der schöne Wasserball von uns kann sich leider nicht durchsetzen, dann kommen die Kesselflicker aus Berlin und werden für ihr Spiel noch belohnt.“ In der Endabrechnung bleibt Hannover auf Rang zwei hinter Spandau.

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Waspo schont Stars

Der Meister schont vor rund 200 Zuschauern etliche Stammkräfte wie Darko Brguljan und Petar Muslim, setzt auf junge Kräfte. Und die machen zu Beginn richtig Spaß, Torwart Felix Benke mit vier Paraden am Stück vorneweg. Erst nach sieben Minuten kassiert der 19-Jährige den ersten Treffer. Waspo führt mit 3:0 und plötzlich scheint es möglich, den nötigen Sieg mit fünf Toren zu landen, um noch Platz eins zu erobern. 4:1 steht es nach Viertel eins.

Im zweiten Abschnitt jedoch gelingt allein Phillip Kubisch ein Kunstwurf, der vom Innenpfosten an den Kopf des Keepers ins Tor prallt zum 5:2. Es folgt eine Durststrecke von zehn Minuten, Waspo hat Probleme mit der Pressdeckung. Ist es bis dahin recht ruhig geblieben, wird es nun hektisch und ruppig. Im dritten Abschnitt sieht Marko Macan gar Rot wegen vermeintlichen Tretens, Seehafer erhält Gelb. Da ist das Spiel bereits gekippt, Spandau führt mit 7:5. Jetzt wird auch deutlich mehr geschimpft und es fühlt sich wie ein Topspiel an.

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Nagaev macht es noch mal eng

Ein Doppelschlag von Ivan Nagaev, zum 10:12 trifft er lässig ohne hinzuschauen, macht die Sache vier Minuten vor dem Ende noch einmal spannend. Da jubelt seine aus der Ukraine geflüchtete Mutter Svetlana auf der Tribüne laut. Im nächsten Angriff ist Benke (insgesamt zwölf Paraden) bei einem abgefälschten Wurf jedoch machtlos. Den Rest baden die Spandauer routiniert herunter. Hinterher gibt es viel Lob für Benke, er wird Spieler des Tages und plaudert entspannt mit Peter Röhle, dem Bundestorwarttrainer. „Es war hart, mein erstes Spiel mit Waspo gegen Spandau. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, so Benke. Er hat an diesem Abend nicht allzu viele gemacht.

Von Stefan Dinse

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