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Wasserball-Topteam

Einzigartige Erfolgswelle: Waspo 98 spielt eine historisch erfolgreiche Saison

Jubel in der Kabine: Die Waspo-Spieler genießen den Meistertriumph. Das Team könne „nicht nur spielen, sondern auch feiern“, sagt Chef Bernd Seidensticker.

Jubel in der Kabine: Die Waspo-Spieler genießen den Meistertriumph. Das Team könne „nicht nur spielen, sondern auch feiern“, sagt Chef Bernd Seidensticker.

Hannover.Es ist eine einzigartige Erfolgswelle, auf der die Wassersportfreunde 98 in diesem Jahr geschwommen sind. Die Wasserballer zogen alle drei nationalen Titel an Land und schafften es obendrein erstmals sportlich ins große Final-8-Turnier der Champions League. Am Ende blieb Rang sechs. „Daran werde ich mich immer erinnern und tue das gern“, sagt Trainer und Mäzen Karsten Seehafer, „aber eigentlich schaue ich nicht so gern zurück oder suche alte Fotos heraus.“

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Es war eine lange und nicht zuletzt für den Coach anstrengende Saison. „Das war mir schon manches Mal etwas zu viel, aber da waren dann diese vielen schönen Momente“, sagt Seehafer. Sein Team holte nach dem Supercup in einem Rutsch die Meisterschaft. Drei Siege am Stück gegen Erzrivale Spandau 04, erstmals die Feier in Berlin und die erste Titelverteidigung des Vereins, der schon 2018 das Triple gewonnen hatte. „Das ist mit sensationell noch zurückhaltend beschrieben“, sagt Waspo-Präsident Bernd Seidensticker.

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Auch den Pokal fischte sich Waspo im Herbst, das Endrundenturnier in Berlin war wegen der Pandemie verschoben worden. „Meine jüngere Tochter Pauline bemerkte daraufhin, dass ich schon wieder das Triple gewonnen habe. Wenn man so will, bin ich Double-Triple-Gewinner“, sagt Seehafer schmunzelnd.

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Im Frühjahr gab es jedoch auch einen Rückschlag, auf der Rückreise eines Champions-League-Bubble-Turniers in Budapest infizierten sich Seidensticker und Co-Trainer Predrag Jokic mit Corona. Der Vorsitzende war einige Tage außer Gefecht, es ging ihm nicht gut. „Ich habe viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir mit Waspo sehr viel richtig machen“, sagte Seidensticker.

Das erwies sich beim finalen Turnier der Punktrunde mit den Champions als zutreffende Einschätzung. Waspo schien schon geschlagen, drehte die entscheidende Partie gegen Dinamo Tiflis aber noch. Mit 7:6 gewann der deutsche Meister, sogar ein Unentschieden hätte gereicht. „Damit ist auch international die Wachablösung von Spandau gelungen“, tönte Seidensticker. Ein Garant dieses Erfolges war Torhüter Moritz Schenkel, der im Anschluss prompt noch eine Saison dranhing. Sein Vertrag läuft nun erst im nächsten Sommer aus. „Wir haben aber mit Kevin Götz und Felix Benke auch die anderen beiden Nationaltorhüter bei uns.“

Jubel mit Trophäe: Waspo-Trainer und Vereinsvize Karsten Seehafer (von links) mit Konditionstrainer Karl-Heinz Windt und Präsident Bernd Seidensticker.

Jubel mit Trophäe: Waspo-Trainer und Vereinsvize Karsten Seehafer (von links) mit Konditionstrainer Karl-Heinz Windt und Präsident Bernd Seidensticker.

Beim Final-8-Turnier in Belgrad hatte dann Aleksandar Radovic seinen großen Auftritt, der Kapitän traf beim 10:8 über den griechischen Topklub Olympiakos Piräus gleich sechsmal und wurde gefeiert. Der Montenegriner erwies sich damit erneut als ungemein wertvoll. „Wir rechnen damit, dass Sasha noch länger für uns spielt“, sagt Seehafer. Zudem laufen die Verträge von Darko Brguljan und Petar Muslim aus, zwei weitere Stars der Szene. Präsident Seidensticker: „Wir schauen ganz in Ruhe, es gibt einige Anfragen sehr guter Spieler. Außerdem würden wir mit Darko und Petar gern verlängern.“

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Traineramt „erfolgreich und elegant übergeben“

Auch Seehafer macht weiter, Co-Trainer Jokic, ein ehemaliger Weltklasseverteidiger aus Montenegro, soll ihm irgendwann nachfolgen. „Das ist so beschlossen, aber es gibt keinen Masterplan, wie und wann wir das genau machen. Der Trick wird darin bestehen, alles erfolgreich und elegant zu übergeben“, sagt der Chefcoach.

Einstweilen ebbt die Erfolgswelle von Waspo noch nicht ab, wenngleich der Supercup in der laufenden Spielzeit an Spandau ging. Der Meister ist auch in der Champions League gut im Rennen nach einem Sieg und zwei Unentschieden. „Das Geheimnis ist vielleicht, dass bei uns alles viel mit Spaß und Genuss zu tun hat“, sagt Seidensticker. Denn: „Wir haben ein super Multikulti-Team, das nicht nur spielen, sondern auch feiern kann!“

Von Stefan Dinse

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