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Kulttalk

96-Boss Martin Kind beim 143. NP-Anstoß: „Mein Ziel ist ganz klar die 1. Bundesliga“

96-Boss Martin Kind (Zweite von links) blickte im 143. Anstoß der Neuen Presse vor allem nach vorn.

96-Boss Martin Kind (Zweite von links) blickte im 143. Anstoß der Neuen Presse vor allem nach vorn.

Hannover.Schalten wir also gleich in den fünften oder sechsten Gang. „Mein Ziel ist ganz klar die 1. Bundesliga“, drückte Martin Kind am Donnerstagabend das Gaspedal relativ früh voll durch. Dann schaltete der 96-Oberboss beim NP-Talk in der vollbesetzten Madsack-Eventlocation in der alten Druckerei kurz runter: „Nicht in einem Jahr, sondern in zwei Jahren.“ Um flugs noch mal zu beschleunigen: „Wenn es eher klappt, ist es auch gut.“ Irgendwann, so Kind, müsse er ja auch mal die Verantwortung abgeben: „Ich will nicht, ich muss.“

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Es geht gerade alles sehr schnell bei Hannovers Zweitligisten, der zur Überraschung einer ganzen Branche nach dem Fast-Abstieg sofort zu einem Aufstiegskandidaten werden will. Dafür wurde der Trainer Stefan Leitl verpflichtet, der gerade mit Greuther Fürth aus der Bundesliga abgestiegen ist. Aber vorher war er mit den Fürthern eben auch aufgestiegen – passt also, findet Kind.

Der 78-Jährige beschleunigte innerhalb kürzester Zeit von 0 auf 100, als er Leitls Vorzüge aufzählte: Der sei „eine Persönlichkeit“ und „sehr strukturiert, könne „strategisch denken“, habe „eine Fußballphilosophie, die auch zu den Charakteren der Spieler führt“. Darüber hinaus sei Leitl „sehr kommunikativ, so nimmt er die Spieler mit auf seinen Weg“. Kind zusammenfassend: „Jetzt hoffen wir, dass er das bestätigt.“

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96 hat die am Sonntag zu Ende gehende Saison schon abgehakt. Kind rechnete vor, dass in der neuen Saison rund fünf Millionen Euro an TV-Erlösen fehlen werden – das sei der „Negativentwicklung der vergangenen fünf Jahre“ geschuldet. Der 96-Chef gab zu: In der „letzten Phase“ der Saison habe er Angst vor dem Abstieg gehabt. „Das Spiel in Paderborn war so desolat, dass man Angst haben musste.“

Der 143. Anstoß re-live im Video:

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Die Lizenzierungsunterlagen musste 96 bis zum 15. März einreichen, auch für die 3. Liga. „Insofern haben wir uns mit diesem Szenario beschäftigt, es wäre dramatisch geworden“, so Kind. Und dann kurz und knapp: „Herr Dabrowski hat dann den Klassenerhalt geschafft, ein Dank an ihn und auch an die Mannschaft.“

Und jetzt kommt Leitl. Geholt hat ihn Marcus Mann. Der scheidende NFV-Präsident Günter Distelrath gratulierte dem 96-Manager zur Trainerverpflichtung: „Anerkennung dafür, dass es ihm gelungen ist, Stefan Leitl zu verpflichten.“ Mann hat Kinds vollstes Vertrauen: „Es macht einen Riesenspaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Manager Mann hat „viele Profile definiert“

Bei den Personalien Trainer und neue Spieler sei 96 „so weit wie noch nie zu diesem Zeitpunkt“, lobt Kind. Er will bei den Transfers gemerkt haben, dass „96 immer noch ein sehr hohes Renommee in Deutschland hat“. Bei den Neuverpflichtungen habe der Manager „viele Profile definiert“. Denn: Zuletzt habe 96 die „Einzelqualität der Spieler bewertet und nicht die Charaktere“. Mit dem Resultat, „dass wir zwar gute Spieler hatten, aber keine gute Mannschaft“.

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Um die neue Mannschaft am Laufen zu halten, sind in der nächsten Saison 18 Millionen an Gehaltskosten fällig. Der Gesamtetat beträgt 40 Millionen Euro. So gerechnet spielt 96 schon oben mit. Jetzt muss Leitl mit den Seinen liefern. Und dann gab Martin Kind noch einmal Gas: „Wir wollen das Signal eines Neubeginns setzten. Wir brauchen eine neue Stimmung. Wir brauchen die Fans, die diesen Prozess begleiten. 96 muss wieder ankommen in der Stadt und bei den Fans.“

Und Ex-Torjäger Dieter Schatzschneider wollte auch noch einen versenken: „Mal wieder 50 000 gegen Braunschweig oder Magdeburg, die Laola machen – das ist keine Utopie, das ist machbar.“

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