Spielbericht

Trotz zweimaliger Führung: Hannover 96 kehrt mit leeren Händen aus Paderborn zurück

Der sitzt: Die Spieler von Hannover 96 können nur noch hinterherschauen, wie der Ball in ihrem Tor landet.

Der sitzt: Die Spieler von Hannover 96 können nur noch hinterherschauen, wie der Ball in ihrem Tor landet.

Paderborn. Zweimal haben sie geführt, und doch standen die Profis von Hannover 96 nach dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn 07 wieder mit leeren Händen da. 2:4 (2:1) hieß es am Ende einer extrem kurzweiligen Partie mit teilweise eklatanten Fehlern auf beiden Seiten. Damit haben die „Roten“ nach drei Spieltagen erst einen Punkt auf dem Konto, da half auch die lautstarke Unterstützung der rund 2500 unter den insgesamt 11.528 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena nicht.

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Stefan Leitl veränderte seine Startelf im Vergleich zum 2:2 gegen St. Pauli auf drei Positionen. Für die Offensive brachte der 96-Coach Cedric Teuchert für Sebastian Kerk, hinten rechts den im Pokal auffälligen Sei Muroya für Jannik Dehm. Zweite Veränderung in der Viererkette: Für den verletzt fehlenden Julian Börner begann Luka Krajnc. Der sah zunächst, wie seine Mitspieler auf der anderen Hälfte des Spielfelds hoch anliefen und Betrieb machten. Aus dem Gewühl traf Havard Nielsen zunächst nur den linken Pfosten (10.), doch kurz darauf nutzte der Norweger seine zweite Chance zur Führung: Max Besuschkow setzte Nielsen in Szene, dann prallten Jasper van der Werff und Paderborns herausgeeilter Torhüter Jannik Huth zusammen – Nielsen schob den Ball ins verwaiste Tor, 1:0 (12.).

In diesem Stil ging es aus 96-Sicht leider nicht weiter. Die Ostwestfalen bekamen die Partie in den Griff, hatten durch Julian Justvans Bogenlampe auf die Latte ihrerseits einen Alumniumtreffer (23.), ehe auch sie trafen: Eine Freistoßflanke von Ex-96er Florent Muslija bekam Krajnc unglücklich an die Brust, von dort prallte der Ball zum 1:1 in den eigenen Kasten (27.). Erneut also ein Gegentreffer nach einer Standardsituation...

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Es ging in der erhofft unterhaltsamen, bisweilen wilden Begegnung weiter Schlag auf Schlag – und als nächstes war wieder das offensiv überzeugende 96 an der Reihe: Teuchert verlagerte das Spielgeschehen auf links, wo Derrick Köhn in den gegnerischen Strafraum zog und auch abzog. Sein abgefälschter Schuss flog erst an den Querbalken und dann Teuchert auf den Kopf. Es hieß 2:1 für die „Roten“ (36.) – mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Durchatmen.

Pieringer und Schallenberg wenden das Blatt

Es ging also hin und her, folgerichtig gehörte die erste Chance des zweiten Durchgangs den Platzherren. Nach einer Flanke von Raphael Obermair köpfte Justvan den Ball gegen die Latte (50.). Kurz darauf durften die Paderborn allerdings zum zweiten Mal jubeln: Muslija steckte die Kugel zu Marvin Pieringer durch, der Ron-Robert Zieler umkurve und zum 2:2 einschob (52.). Und kurz darauf feierten die Ostwestfalen schon wieder, diesmal hatte – nach einem Köhn-Freistoß an den langen Pfosten – Sirlord Conteh getroffen (55.). Allerdings hatte der vermeintliche Torschütze 96-Verteidiger Muroya zuvor von hinten umgestoßen, weshalb der Treffer vom VAR kassiert wurde.

Aufgeschoben war in diesem Fall aber nicht aufgehoben: Einen 25-Meter-Freistoß von Ex-Mitspieler Muslija ließ Zieler nach vorne prallen, Ron Schallenberg bedankte sich und brachte seine Mannschaft erstmals in dieser Partie in Führung – 3:2 (59.). Wie würde 96 reagieren? Zunächst beruhigte sich das Spielgeschehen insgesamt, dann jedoch hätte Krajnc ausgleichen können. Seinen Kopfball aus acht Metern nach Flanke des eingewechselten Kerk konnte Huth aber parieren (70.).

Nicht Srbeny, sondern Platte macht den Sack zu

Viel hatte 96 der drohenden Niederlage nicht mehr entgegenzusetzen, auch die Paderborner schienen ihr Pulver bereits verschossen zu haben. Allerdings hätten sie kurz vor dem Anpfiff den Sack zugebunden, wenn beim Dropkick von Dennis Srbeny nicht die Latte im Weg gestanden hätte (84.). Kurz darauf war es dann aber doch so weit: Felix Platte machte auf Zuspiel von Conteh aus Nahdistanz den Deckel drauf und ließ Paderborn erleichtert jubeln (89.).

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Von Redaktion

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