Die Königsfamilie als Attraktion

Hotelpreise verdoppelt: Tod von Queen Elizabeth II. sorgt für Tourismus-Boom

Ein Bild von Queen Elizabeth II. hängt in einem Schaufenster, davor laufen Menschen durch London.

Ein Bild von Queen Elizabeth II. hängt in einem Schaufenster, davor laufen Menschen durch London.

Wegen des Todes der britischen Königin Elizabeth II. sind zahlreiche Besucher nach London gekommen, sogar aus entlegenen Gegenden wie den USA und Indien. Das hilft der britischen Wirtschaft, für die es gerade wegen hoher Energiepreise durch den russischen Krieg in der Ukraine nicht gut aussieht. Von den Touristinnen und Touristen profitieren Hotels, Restaurants und Geschäfte.

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Das Aufsehen vor der Trauerfeier für die Königin am Montag hat verdeutlicht, dass die britische Königsfamilie eine globale Attraktion ist. Voraussichtlich Hunderttausende Menschen werden in dem Zeitraum, in dem der Leichnam der Königin aufgebahrt ist, deren Sarg aufsuchen.

Menschen stehen stundenlang Schlange für den Abschied von der Queen

Seit Mittwochnachmittag können die Menschen in Großbritannien Abschied von der gestorbenen Queen Elizabeth II. nehmen.

Hotelpreise in London verdoppelt

Dadurch steigt die Nachfrage nach Hotels in der Innenstadt von London. Dort gibt es schon Preisverdopplungen. Die Zahl der belegten Zimmer könnte den Höchststand von 95 Prozent erreichen, wie die Buchungsplattform Hotelplanner.com berichtete.

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Der mit Freunden aus Chicago angereiste Universitätsprofessor Chad Broughton sagte, ihr Hotelzimmer im Touristenviertel Covent Garden sei teuer, es koste 400 Pfund die Nacht (mehr als 450 Euro). Doch sei die Reise nach London einzigartig. „All diese Leute Schlange stehen zu sehen, die Reaktion bei BBC zu sehen und das einfach zu fühlen; man bekommt einen Eindruck davon, wie wichtig es für die Menschen hier ist“, sagte Broughton.

„Das ist Geschichte, wissen Sie, das passiert einmal im Leben“, sagte Kanakkantt Benedict aus Indien, der mit seiner Frau nach Großbritannien kam. „Also sind wir Teil davon geworden.“

An der Themse hat das „Riverside Cafe“ in der Nähe der kilometerlangen Schlange vor dem Sarg der Königin die Öffnungszeiten geändert. Manager Zab Istanik macht jetzt zwei Stunden früher auf als normal, um 7 Uhr. Dort gebe es sehr viel Betrieb, sagte er.

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Der Stand von Jason Rich, „Fed By Plants“, macht entlang der Strecke der Schlange guten Umsatz mit Linsenburgern. „Es ist eine lange Schlange“, sagte Rich.

Bleibt das Interesse der Reisenden langfristig?

Einige Analysten rechnen dennoch damit, dass die britische Wirtschaft durch den aktuellen Tourismus nur begrenzt gestärkt wird. Grund dafür sei, dass Supermärkte und andere Geschäfte bei der Trauerfeier am Montag geschlossen seien. Der Montag ist zu einem Feiertag erklärt worden.

Doch könnte das neue Interesse an der Königsfamilie langfristig die Reise- und Tourismus-Industrie begünstigen, sagte der Geschäftsführer von Hotelplanner.com, Tim Hentschel. „Ja, auf kurze Sicht wird der gesetzliche Feiertag die Produktivität wahrscheinlich etwas reduzieren“, sagte Hentschel. Trotzdem werde der Tourismus in der kommenden Zeit die kurzfristigen Einbußen „bei weitem übertreffen“.

RND/AP

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