„Transparenz und Kooperation“ statt Markteingriffe

Scholz: Es wird keinen Preisdeckel für Strom und Gas geben

25.03.2022, Belgien, Brüssel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), nimmt an der Abschluss Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel teil. Zum Abschluss der Beratungen des Rat der Europäischen Union hatten die Staats- und Regierungschefs der EU anderem über die hohen Energiepreise beraten.

25.03.2022, Belgien, Brüssel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), nimmt an der Abschluss Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel teil. Zum Abschluss der Beratungen des Rat der Europäischen Union hatten die Staats- und Regierungschefs der EU anderem über die hohen Energiepreise beraten.

Brüssel. Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim EU-Gipfel in Brüssel davor gewarnt, das Problem der hohen Energiepreise mit Preislimits anzugehen. „Deutschland und viele andere Länder sind sehr skeptisch, wenn es um Markteingriffe geht, weil die Gefahr groß ist, dass man keine gute Wirkung hat, was die Marktversorgung betrifft und keinen nachhaltigen Effekt erwirkt, was die Preise betrifft“, sagte der SPD-Politiker am Freitagabend in Brüssel.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle News und Entwicklungen in der Ukraine-Krise in unserem Liveblog +++

Nicht zu solchen Maßnahmen zählte Scholz unterdessen die Festsetzung von Mindestspeichermengen und die freiwillige Zusammenarbeit beim Gaseinkauf. „Transparenz und Kooperation sind sicher sinnvoll“, sagte er. In diesem Sinne wolle man versuchen, sich zu informieren und zu kooperieren - auch wenn dies wegen der sehr vielen privatwirtschaftlichen Akteure nicht ganz einfach sein werde.

„Die Energiepreise sind dramatisch gestiegen. Sie belasten Verbraucherinnen und Verbraucher und auch viele, viele Unternehmen in Europa“, sagte Scholz.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Prognosen zur deutschen Energiesicherheit: Habeck will bis Sommer auf russische Kohle verzichten

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat in Berlin die neusten Prognosen zur Energiesicherheit in Deutschland vorgestellt.

Als übergeordnetes Ziel nannte Scholz den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser werde auch dazu beitragen, die Wirtschaft und die Energieversorgung unabhängig von fossilen Rohstoffexporten aus Russland zu machen.

Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas bezeichnete Scholz unterdessen als „viel geringer als in vielen anderen Ländern“. So gebe es einige Staaten, bei denen der Anteil des russischen Gases fast bis zu 100 Prozent betrage. „In Deutschland ist an dem Gesamtenergiemix der Anteil des Gases insgesamt ein Viertel - und davon nur die Hälfte ist russisches Gas“, sagte er. „Das ist eine große, aber eine lösbare Aufgabe, sich Alternativen zu schaffen.“

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken