Kommandeur nennt auch Deutschland

„Alle Satane der Welt haben sich versammelt“: Iranischer Befehlshaber kritisiert Westen

Iranische Frauen gehen ohne ihr vorgeschriebenes islamisches Kopftuch zu tragen auf eine Markt. In den vergangenen zwei Monaten kam es im Iran zu regierungsfeindlichen Protesten. Grund dafür war der Tod von Mahsa Amini, einer 22-jährigen Frau, die von der Sittenpolizei in Teheran verhaftet worden war, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht richtig getragen hatte.

Iranische Frauen gehen ohne ihr vorgeschriebenes islamisches Kopftuch zu tragen auf eine Markt. In den vergangenen zwei Monaten kam es im Iran zu regierungsfeindlichen Protesten. Grund dafür war der Tod von Mahsa Amini, einer 22-jährigen Frau, die von der Sittenpolizei in Teheran verhaftet worden war, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht richtig getragen hatte.

Teheran. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat erneut den Westen für die systemkritischen Proteste im Land verantwortlich gemacht. Irans Feinde hätten sich für einen Krieg vorbereitet, sagte Hussein Salami am Donnerstag während einer Rede in der Stadt Ghom.

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„Alle Satane der Welt haben sich versammelt. Amerika, England, Deutschland, Frankreich, Israel, die Saudis und weitere.“ Es war das erste Mal, dass ein hochrangiges IRGC-Mitglied Deutschland öffentlich als „Satan“ bezeichnete.

Salami warnte weiter vor einem inneren Konflikt im Land. Beobachter sehen die Worte jedoch als Versuch, von den Ursachen der landesweiten Proteste abzulenken. Der Kommandeur war jüngst wegen iranischer Waffenlieferungen an Russland für den Krieg in der Ukraine von der EU mit Sanktionen belegt worden.

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Welle des Protests geht weiter

Auch am Mittwoch waren wieder zahlreiche Menschen bei Protesten auf den Straßen. Aktivisten hatten zu dreitägigen Demonstrationen und Streiks im Gedenken an den „blutigen November“ von 2019 aufgerufen, als Sicherheitskräfte Proteste gewaltsam niederschlugen. Hunderte Demonstranten sollen vor drei Jahren getötet worden sein.

Die jüngste Welle des Protests gegen die autoritäre Politik der Islamischen Republik war vom Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden. Sie starb am 16. September in Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war.

RND/dpa

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