Sachsen-Anhalt: Haseloff im zweiten Wahlgang zum Ministerpräsidenten gewählt

Reiner Haseloff (CDU), amtierender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt

Reiner Haseloff (CDU), amtierender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Reiner Haseloff (CDU) hat bei der Wahl zum Ministerpräsidenten im Landtag von Sachsen-Anhalt die nötige Stimmmehrheit im zweiten Wahlgang erreicht. Mit einer Mehrheit von 53 Stimmen wurde er zum Ministerpräsidenten gewählt. Wehrmutstropfen für den neuen und alten Landesvater: drei Stimmen aus seiner Koalition gingen nicht an den CDUler.

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Im ersten Wahlgang fiel Haseloff noch durch, lediglich 48 der 97 Abgeordneten stimmten mit Ja. Für eine Wahl benötigte Haseloff mindestens 49 Ja-Stimmen. Nach seiner erneuten Wahl geht Reiner Haseloff nach eigenen Worten „optimistisch und fröhlich“ in die nächsten Monate. „Ich bin froh, dass wir jetzt nach vorne starten und arbeiten können“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem MDR in Magdeburg. Er sei mit einer klaren Mehrheit gewählt worden. „Sie denken doch nicht im Ernst, dass ich mir das vorgenommen hätte, wenn ich mir dass nicht zutraue“, sagte er auf die Frage, ob er sich sicher sein könne, dass er „vernünftig regieren“ könne.

Haseloff selbst zeigte sich über die Ereignisse nicht überrascht. „Ich sage, ich habe damit sogar persönlich gerechnet“, sagte der 67-Jährige später vor Journalisten. „Ich habe damit gerechnet, weil wir in einer ganz schwierigen Zeit eine stabile Regierung versucht haben, auf den Weg zu bekommen.“ Haseloff sagte, er wolle die komplette Legislaturperiode Ministerpräsident sein.

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Koalition verfügt über 56 Stimmen

Die Koalition aus CDU, SPD und FDP verfügt im Magdeburger Landtag über 56 Stimmen. Die CDU hatte die Landtagswahl am 6. Juni mit 37,1 Prozent unerwartet klar gewonnen und stellt 40 Abgeordnete. Haseloff strebt als erster Regierungschef in Sachsen-Anhalt eine dritte Amtszeit an.

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Schon bei seinen beiden vorherigen Wahlen hatte der heute 67-Jährige einen Dämpfer erhalten: 2011 stimmten mehrere Abgeordnete aus der Koalition aus CDU und SPD gegen Haseloff - wegen der damals großen Mehrheit reichte es für ihn dennoch im ersten Wahlgang. Zu Beginn der schwarz-rot-grünen Koalition 2016 wurde Haseloff hingegen erst im zweiten Wahlgang gewählt.

Haseloffs CDU kommt durch die Zugewinne im neuen Landtag schon allein mit der SPD auf eine Mehrheit von einer Stimme. Das war dem 67-Jährigen, der sich in den vergangenen zwei Jahren nicht immer auf die ganze CDU-Fraktion verlassen konnte, aber zu knapp. Die FDP, die mit 6,4 Prozent die Rückkehr in den Landtag nach zehn Jahren geschafft hatte, galt den Konservativen als natürlicher Koalitionspartner.

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RND/fw/dpa

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