„Löschen statt Sperren“ wirkt

Bilanz: Löschung von kinderpornografischen Webseiten binnen zweieinhalb Tagen

Eine Kriminaloberkommissarin sitzt vor einem Auswertungscomputer bei Ermittlungen gegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch (Symbolbild).

Eine Kriminaloberkommissarin sitzt vor einem Auswertungscomputer bei Ermittlungen gegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch (Symbolbild).

Berlin . Kinderpornografische Internetseiten, die beim Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet werden, verschwinden in der Regel binnen zweieinhalb Tagen aus dem Netz - zumindest wenn sie aus Deutschland stammen. Das geht aus der Bilanz für das vergangene Jahr hervor, die am Mittwoch das Bundeskabinett passiert hat. Nach dem gemeinsamen Bericht von Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Innenministerin Nancy Faeser (SPD) vergingen bei inländischen Webseiten durchschnittlich 2,55 Tage vom Eingang der Beschwerde beim BKA bis zur Löschung der Seite durch den Provider.

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Bei Seiten von ausländischen Servern dauerte es im Jahr 2021 deutlich länger: Hier waren nach einer Woche erst 56,6 Prozent der beanstandeten Inhalte gelöscht, nach vier Wochen waren es 88,1 Prozent. Von den insgesamt 11.914 Web-Angeboten, die beim BKA beanstandet wurden, stammten 54,6 Prozent von inländischen und 45,4 Prozent von ausländischen Servern - vorwiegend aus den USA, Russland und den Niederlanden.

Faeser: „Schnelle und konsequente Löschung hat besondere Bedeutung“

„Wir wollen die Würde der Kinder schützen“, betonte Faeser. „Dafür hat die schnelle und konsequente Löschung besondere Bedeutung.“ Vor diesem Hintergrund zog Buschmann eine positive Bilanz: „Die weiterhin hohen Löschquoten und vergleichsweise kurzen Bearbeitungszeiten zeigen, dass das Konzept ‚Löschen statt Sperren‘ wirkt.“

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RND/dpa

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