Krise reiht sich an Krise

IWF-Chefin: 2023 könnte wirtschaftlich noch härter werden

Kristalina Georgiewa, Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), auf einer Pressekonferenz im März in Washington.

Kristalina Georgiewa, Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), auf einer Pressekonferenz im März in Washington.

Washington. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, sieht vorerst keine Entspannung der wirtschaftlichen Lage weltweit.

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Eine Krise nach der anderen ...

Kristalina Georgiewa Chefin des Internationalen Währungsfonds

„Was wir jetzt erleben, ist eine Krise nach der anderen und möglicherweise ein dritter Schock in Form einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen, der nach der Pandemie und zusätzlich zum Krieg kommen wird“, sagte Georgiewa bei einer Veranstaltung in der US-Hauptstadt Washington am Dienstag. „Es ist also eine schwierige Zeit in diesem Jahr. Kommendes Jahr könnte es noch härter werden.“

Schulden angehäuft

Viele Notenbanken, allen voran die mächtige US-Notenbank Federal Reserve, kämpfen gegen die hohe Inflation und haben ihre Leitzinsen meist deutlich angehoben. Die Zentralbanken konzentrierten sich zurecht auf die Inflation, so die IWF-Chefin. „Aber wenn sie das tun, wenn sie die Geldpolitik straffen, was bedeutet das für eine Welt, die mehr Schulden angehäuft hat, um die Pandemie zu bewältigen?“, fragte sie.

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Dies habe zur Folge, dass die Bedienung von Krediten teurer werde.

Auch der Aufwärtstrend des US-Dollars sei ein Problem für Länder, die ihre Kredite in US-Dollar bezahlen müssten - selbst aber keine US-Dollar verdienten.

Für einkommensschwache Länder bestehe die Gefahr einer Schuldenkrise, warnte Georgiewa. Erstmals seit etwa zwei Jahrzehnten hatte der Euro am Dienstag die Parität zur US-Währung erreicht.

RND/dpa

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