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Nach Lauterbach-Plan

Hausärztechef Weigeldt dämpft Erwartungen an Corona-Medikamente

ARCHIV - 01.03.2022, Berlin: Das Medikament Paxlovid gegen Covid-19 vom Hersteller Pfizer liegt auf einem Tisch. Das in Deutschland schon eingesetzte Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). (zu dpa «WHO empfiehlt Covid-Pille von Pfizer für bestimmte Corona-Patienten») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Berlin. Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat vor zu hohen Erwartungen an die Wirkung von Medikamenten gegen Corona und damit an die Eindämmung der Pandemie gewarnt. „Natürlich ist es sehr erfreulich, dass Fortschritte bei der Entwicklung wirkungsvoller Medikamente gegen schwere Covid-Verläufe gemacht werden“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Die Politik sollte aber nicht den Eindruck vermitteln, dass die Ärztinnen und Ärzte einfach nur mehr Anti-Corona-Medikamente verschreiben müssen, und alles wird gut. Diese Vorstellung mag zwar verführerisch sein, entspricht aber nicht den Fakten.“

Lauterbachs Plan sieht Behandlungsstrategien mit Medikamenten vor

In dem Sieben-Punkte-Plan, den Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur laufenden Bund-Länder-Konferenz mit seinen Amtskollegen vorgelegt hat, heißt es, wirkungsvolle Medikamente würden zu spät oder zu selten eingesetzt. Daher brauche es eine Behandlungsstrategie, unter anderem für das Medikament Paxlovid.

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Weigeldt: „Nicht einfach den Rezeptblock zücken“

„Paxlovid kann für eine kleine Gruppe an Hochrisikopatientinnen und ‑patienten sehr hilfreich sein, es ist jedoch kein Gamechanger für die breite Bevölkerung“, sagte Weigeldt dem RND. Das Medikament habe eine Reihe an Wechselwirkungen, müsse außerdem bereits sehr früh in der Erkrankung eingenommen werden.

„Einfach nur zu fordern, dass die Ärztinnen und Ärzte den Rezeptblock früher zücken sollten, und wir haben die Pandemie im Griff, wäre viel zu kurz gesprungen“, so Weigeldt. Die Politik solle keine falschen Erwartungen wecken, sagte der Mediziner. „Die Versorgungsrealität in den Praxen ist leider etwas komplizierter, als sich das so mancher Politiker denkt. Die wirkungsvollste aller Maßnahmen ist und bleibt die Impfung.“

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