Kommentar

Schröders neueste Einlassungen: Es ist nur noch zum Fremdschämen

Gerhard Schröder im Jahr 2020: Der ehemalige Bundeskanzler soll die Ehrendoktorwürde der Uni Göttingen abgeben.

Gerhard Schröder, hier im Jahr 2020: Der ehemalige Bundeskanzler möchte, dass Deutschland Nord Stream 2 in Betrieb nimmt. Er ist dort Präsident des Verwaltungsrates.

Gerhard Schröder hat also mit seinem Freund, dem Kriegsherrn Wladimir Putin, gesprochen. Und siehe da, die gute Nachricht sei, der Kreml wolle eine Verhandlungslösung für die Ukraine, behauptet der SPD-Mann. Die schlechte Nachricht ist: Der einstige deutsche Bundeskanzler macht sich zur Marionette Putins. Es ist zum Fremdschämen.

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Putin hat sein Nachbarland überfallen und zerstört es jeden Tag mehr, um es ganz zu erobern. Dass er die Krim schon 2014 annektiert hat, nimmt Schröder nun mal als gegeben hin. Kann man nichts machen.

Schröder möchte Scholz vorführen

Ach, und die auf Eis gelegte Ostseepipeline Nord Stream 2 wäre ihm zufolge ja die Lösung für mögliche Gasengpässe. Muss man nur in Betrieb nehmen, sagt Schröder, der dort Präsident des Verwaltungsrates ist. Putins Mann eben.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (r.) und Siemens-Energy-Chef Christian Bruch am Mittwoch in Mülheim an der Ruhr.

Bundeskanzler Olaf Scholz (r.) und Siemens-Energy-Chef Christian Bruch am Mittwoch in Mülheim an der Ruhr.

Nein, man muss nur Gas durch Nord Stream 1 leiten, was Russland im Moment lediglich zu 20 Prozent tut mit dem fadenscheinigen Argument, dass eine Turbine fehle. Die steht aber lieferfertig bei Siemens Energy in Mülheim an der Ruhr. Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich extra mit ihr ablichten lassen.

Es ist nicht nur tragisch für die SPD, sondern auch für das ganze Land, dass der Altkanzler den Bundeskanzler vorführen möchte statt seinen, wenn auch fragwürdigen, Draht zum Kreml zu nutzen. Er wolle niemandem in der Regierung den Verhandlungsjob wegnehmen, Deutschland tue aber nicht genug für eine Beendigung des Krieges, sagt Schröder. Das zeigt, wie sehr er dem russischen Präsidenten verfallen ist.

„Gerd braucht Hilfe“

Gerhard Schröder ist isoliert wie nie. Weggefährten und alte Freunde des früheren Kanzlers sind mittlerweile verzweifelt und sorgen sich zunehmend. Das wahre Drama, sagen sie, sei weniger ein politisches als ein menschliches: „Man spürt ganz genau: Man erreicht ihn nicht mehr.“

Die einzig richtige Lösung wäre, dass Putin seinen grausamen Krieg beendet. Bedingungslos. Diesen „Verhandlungsjob“ sollte Schröder ruhig übernehmen. Allein, er kann es nicht.

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