Ankündigung der Innenministerin

Gastro-Arbeitskräfte sollen leichter einreisen dürfen

Ein Zettel mit der Aufschrift "Aushilfe für Küche/Verkauf gesucht" hängt an der Scheibe einer Kieler Konditorei.

Ein Zettel mit der Aufschrift "Aushilfe für Küche/Verkauf gesucht" hängt an der Scheibe einer Kieler Konditorei.

Berlin. Nach der Sonderregelung für das Flughafenpersonal plant die Bundesregierung auch für das Gastgewerbe einen vereinfachten Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland. „Die Arbeitskräftenot hat sich durch die Pandemie sehr verschärft“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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Dass wir dort Erleichterungen für ausländische Kräfte schaffen müssen, wissen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und ich.

Nancy Faeser, Bundesinnenministerin

Im Luftverkehr gebe es einen massiven Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel, ebenso im Bereich der Gastronomie und Hotellerie. „Dass wir dort Erleichterungen für ausländische Kräfte schaffen müssen, wissen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und ich.“ Gemeinsam mit Heil (SPD) werde sie deshalb noch in diesem Jahr Änderungen vorschlagen, „um gute Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen“.

Arbeitskräfte für die Gepäckabfertigung

Aufgrund folgenreicher Engpässe an deutschen Flughäfen hatte die Bundesregierung am Mittwoch rasche Regelungen zugesagt, damit die Betreiber vorübergehend leichter Personal anheuern können. Die Arbeitskräfte, die unter anderem in der Gepäckabfertigung fehlen, sollen vor allem in der Türkei gewonnen werden.

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Um die Attraktivität Deutschlands für Fachkräfte zu erhöhen, seien „mehrere Hausaufgaben zu machen“, fügte Faeser hinzu. „Wir brauchen die schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen und weniger Bürokratie“, sagte die SPD-Politikerin.

Gemeinsam mit Heil und Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) arbeite sie intensiv daran. Zudem müsse klar sein, dass es hier nicht um Lohndumping gehe, sondern „um gute, tarifgebundene Jobs, von denen Menschen leben können“.

Hier stehe die Regierung an der Seite der Gewerkschaften. Faeser betonte, sie achte auf dem Weg hin zu einem modernen Einwanderungsrecht „sehr genau auf ausgeglichene Lösungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung“.

RND/dpa

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