Madsack lädt ein

Drehscheibe auch in ernsten Zeiten: Der Politikbetrieb trifft sich zum RND-Flurfest

RND Flurfest 2022

Der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, v. l.) trifft beim RND-Flurfest 2022 auf seinen Nachfolger Karl Lauterbach (SPD, v. r.). Im Hintergrund tauscht sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt mit der stellvertretenden RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck aus.

Berlin. Zum sechsten Mal hat das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Dienstagabend zu seinem Flurfest ins Berliner Büro in der Bundespressekonferenz am Schiffbauerdamm geladen. Zuletzt hatte der Empfang für Politike­rin­nen und Politiker sowie Medienvertreterinnen und ‑vertreter coronabedingt mehrfach ausfallen müssen. Jetzt konnte er erstmals wieder stattfinden – wenn auch infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der Folgen in noch ernsteren Zeiten.

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Thomas Düffert, der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe, erinnerte daran, dass sich vor der Corona- und der Energiekrise bereits die Finanz- und die Flüchtlingskrise ereignet hatten. „Wir hangeln uns von Krise zu Krise“, sagte er – und in diesen Zeiten Politik zu machen sei gewiss keine einfache Aufgabe. Zugleich sei der Journalismus fordernd, nicht allein inhaltlich, sondern auch formal, fügte Düffert hinzu. So habe das RND bei der Transformation vom analogen zum digitalen Geschäft immerhin schon die Hälfte des Weges zurückgelegt.

Eva Quadbeck, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin des Berliner Büros, hob die Stärken des RND hervor, das mit 60 Medienmarken eine Auflage von zwei Millionen Exemplaren erreiche. Zudem verwies sie auf neue Kollegen oder alte Kollegen in neuer Position: Can Merey, bisher Büroleiter der Deutschen Presse-Agentur in Washington und seit Kurzem Leiter des Investigativteams sowie Auslandsreporter, oder Andreas Niesmann, seit einiger Zeit Chef der Wirtschaftsredaktion. Merey will noch in diesem Monat zur Bericht­erstattung in die Ukraine aufbrechen.

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Austausch über Politisches und Unpolitisches

Nach der Begrüßung konnten die Gespräche zwischen den weit über 100 Gästen beginnen – darunter Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD), ihre Stellvertreterin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) sowie ihr Stellvertreter Wolfgang Kubicki (FDP). Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD) und Bundesgesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) waren ebenso gekommen wie dessen Vorgänger Jens Spahn (CDU), Bundes­familien­ministerin Lisa Paus (Grüne) oder Bundesverkehrs­minister Volker Wissing (FDP), CSU‑Landes­gruppen­chef Alexander Dobrindt und die Parteichefinnen von Grünen und Linken, Ricarda Lang und Janine Wissler. Nicht nur die Grünen Göring-Eckardt und Paus waren mit dem Fahrrad herbeigeeilt, auch SPD‑Fraktionschef Rolf Mützenich reiste mit Drahtesel an.

In den Gesprächen ging es um Politisches – und Unpolitisches: den letzten Urlaub, mit SPD‑Chef und Bayern-München-Fan Lars Klingbeil um das zurückliegende Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund – oder darum, wie gefährlich das Coronavirus denn wohl noch sei. Bei dem Thema durfte Karl Lauterbach natürlich nicht fehlen. Kurzum: Es war ein buntes Themenpotpourri.

Unterdessen mussten die Grünen-Fraktionschefinnen Britta Haßelmann und Katharina Dröge das Flurfest leider zeitiger verlassen als andere. Dasselbe Schicksal ereilte den FDP‑Fraktionsvorsitzenden Christian Dürr. Grund: Die Vorsitzenden der Ampelfraktionen waren zu einem Meeting verabredet, das eine Stunde nach Beginn des Empfangs beginnen sollte. Gesprächsstoff gibt es zwischen SPD, Grünen und FDP ja genug.

Manch einer oder eine genoss den Blick aus dem RND-Büro in der siebten Etage der Bundespresse­konferenz – auf den Spreebogen, das Reichstagsgebäude und das Kanzleramt zur einen Seite oder zum Fernsehturm auf der anderen Seite. Sollte es in nächster Zeit nicht noch weitere Krisen geben, könnten sich derlei Szenen beim Flurfest im nächsten Herbst womöglich wiederholen.

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