Billiges Gas nicht in Sicht

Lindner: Gaspreis wird sich auf höherem Niveau einpendeln

Christian Lindner (FDP) rechnet mit einem hohen Gaspreis.

Christian Lindner (FDP) rechnet mit einem hohen Gaspreis.

Berlin. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) rechnet damit, dass die sehr hohen Gaspreise in Europa wieder etwas zurückgehen werden. „Wir gehen davon aus, dass in absehbarer Zeit - 2023 - wir eine Normalisierung erfahren werden, nicht auf dem alten Niveau, aber auf dem Niveau des Weltmarktpreises für Flüssiggas“, sagte Lindner am Mittwoch nach Angaben des Nachrichtenportals „The Pioneer“ bei einer Veranstaltung.

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Der Gaspreis werde dann „immer noch herausfordernd“ sein, aber „nicht ruinös“. Es gehe jetzt darum, eine Brücke zu bauen, „hin zu einer neuen Normalität gestiegener Energiepreise“.

Lindner verteidigte den am Mittwoch vereinbarten Staatseinstieg beim Gasimporteur Uniper. „Wir haben Unternehmen, die wir vor der Insolvenz, dem Zusammenbruch schützen, weil dahinter möglicherweise eine Entwicklung steht wie bei Lehman“, sagte er auf der Veranstaltung des Nachrichtenportals. Mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 wurde aus einer Immobilienblase in den USA eine globale Finanzkrise.

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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für einen noch stärkeren Eingriff in den Energiemarkt ausgesprochen. Der Gaspreis könne staatlich geregelt werden, wenn auch andere Gasversorger in staatliche Hand kämen - möglicherweise in einer Übergangszeit, sagte Ramelow am Mittwoch im Landtag in Erfurt. Die oppositionelle CDU-Fraktion verlangte zusätzlich zum Entlastungspaket des Bundes ein Thüringer Rettungspaket in dreistelliger Millionenhöhe.

Thüringens Regierungschef bekräftigte im Landtag seine Forderung, den Strompreis schnell vom Gaspreis zu entkoppeln. Wenn es einen hohen Anteil an günstigem Ökostrom im Netz gebe, müsste das beim Preis für die Verbraucher spürbar sein. Nach den derzeitigen Regel am Strommarkt bestimmt der teuerste Erzeuger - das sind derzeit Gaskraftwerke - den Strompreis.

RND/dpa

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