Die „Kult-Currywurst"

Berliner Ständige Vertretung streicht Altkanzler Schröders Gesicht von der Speisekarte

Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild).

Berlin. In der Kategorie „StäV-Klassiker“ lacht den Gästen des Restaurants Ständige Vertretung in Berlin Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) entgegen. Ein Foto zeigt ihn, wie er sich die „Kult-Currywurst“ der Gaststätte schmecken lässt. Doch schon bald soll sich das ändern.

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Laut einem Bericht von „The Pioneer“ will das im Regierungsviertel beliebte Promirestaurant das Foto von der Speisekarte streichen. Jan Philipp Bubinger, Inhaber des Restaurants, sagte demnach, dass bei der Neuauflage der Speisekarte das Bild entfernt werden solle. Einige Gäste hätten sich beschwert, manch einer sogar die entsprechende Seite herausgerissen.

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Offenbar haben mehrere Berliner Restaurants ähnliche Pläne: etwa das Culaccino am Fasanenplatz, das Capriccio in Dahlem und auch das Charlottenburger Restaurant Cassambalis. Sie alle wollen Fotos und Bilder von Schröder nicht mehr zu Werbezwecken oder Dekoration in ihren Räumen nutzen.

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Schröder: „Der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters“

Altkanzler Schröder ist bekannt für seine Liebe zur Currywurst, in der Speisekarte der Ständigen Vertretung wird gar von seinem „Leibgericht“ gesprochen und die Wurst als „Altkanzler-Filet“ bezeichnet.

In einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Linkedin echauffierte sich Schröder im vergangenen Jahr, als eine Betriebskantine des VW-Werks in Wolfsburg die Currywurst von seiner Karte nahm und ausschließlich vegetarische Gerichte anbot. „Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion“, schrieb Schröder damals. Das solle auch so bleiben.

„Wenn ich in Berlin bin, führt mich mein erster Weg meist zu einer der hervorragenden Currywurstbuden“, gab Schröder einen Einblick in seine Vorlieben. Auch in Hannover gebe es exzellente Currywürste. Darauf wolle er nicht verzichten. „Und ich denke: viele andere wollen das in ihren Betriebskantinen auch nicht.“

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Schröder steht massiv in der Kritik, weil er sich trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht von seinen Posten bei russischen Energieunternehmen trennt. SPD-Parteichefin Saskia Esken forderte ihn auf, nach fast 60 Jahren SPD-Mitgliedschaft aus der Partei auszutreten.

RND/sic/dpa

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