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Newsletter „Klima-Check“

1,5-Grad-Grenze schon 2026 erreicht: Was droht uns dann?

Von wegen „ewiges Eis“: Im Nordpolarmeer tauen die Eismassen bereits, wenn es im Sommer zu warm wird.

Liebe Leserinnen und Leser,

jahrelang haben wir so viel darüber geredet, warum und wie die Menschheit eine Erderwärmung um 1,5 Grad möglichst vermeiden muss, dass diese Meldung uns in dieser Woche schockierte: Diese gefürchtete Schwelle könnte bereits in den nächsten vier Jahren überschritten werden, prognostizierte jetzt die Weltmeteorologieorganisation (WMO). Wie bitte? Rückt der unumkehrbare Klimawandel nun etwa im Eiltempo in unsere unmittelbare Zukunft vor?

Ja und nein: Die Prognose der WMO bezieht sich darauf, wann die Durchschnittstemperatur der Erde – die globale Mitteltemperatur – erstmals im Jahresschnitt 1,5 Grad über dem Mittelwert der vorindustriellen Zeit liegt. Und das kann, so viel Alarm muss sein, mit 93-prozentiger Wahrscheinlichkeit bereits 2026 eintreten – wenn auch vorerst nur vorübergehend.

Das heißt: Es kann danach auch Jahre geben, in denen die globale Durchschnittstemperatur aufs Jahr gerechnet wieder unter der 1,5-Grad-Marke liegt.

Weltwetterorganisation prognostiziert 1,5-Grad-Erhöhung früher als erwartet

Eines der Ziele beim Klimaschutz ist die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad begrenzen – doch neue Prognosen lassen an dem Ziel zweifeln.

Was aber bedeutet das Reißen der gefürchteten 1,5-Grad-Schwelle, wenn vorerst nur ein Jahr betroffen ist? Kommen die verheerenden Folgen des Klimawandels erst auf die Menschheit zu, wenn die Erde dauerhaft so warm ist – oder sobald die Grenze überschritten ist?

Diesen Fragen ist meine Kollegin Sophie Peschke für unseren Faktencheck der Woche nachgegangen. Sie hat dafür mit den Fachleuten des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven gesprochen.

Dessen Direktorin Antje Boetius sieht den WMO-Bericht „als Ansporn“ : Man müsse „alles tun, um weniger CO₂ und Methan zu emittieren“ und zugleich daran arbeiten, vorbereitet zu sein – auf Extremdürren, Hungersnöte und große Brände: „Preparedness ist etwas, was unsere Gesellschaft in all ihrer Vielfalt lernen muss, Reich wie Arm, Norden wie Süden, Jung wie Alt.“

Faktencheck der Woche

Eins steht fest: Die globale Erderwärmung macht besonders den Polregionen zu schaffen. Was also heißt es fürs „ewige Eis“, wenn die Temperatur ein Jahr lang über der 1,5-Grad-Grenze liegt? Darüber haben wir mit dem Klimaforscher Gerrit Lohmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven gesprochen:

Herr Lohmann, wie alarmierend ist die jüngste Klimawandelprognose der Meteorologen?

Der Bericht der WMO ist ein eindeutiges Alarmzeichen: Es ist gar nicht mehr so weit hin, bis wir die 1,5-Grad-Marke überschreiten könnten. Das zeigt, wie gravierend das Problem ist, in welches wir sehenden Auges hineinsteuern. Denn wir nähern uns diversen Kipppunkten. Die beschleunigen den Klimawandel und lassen sich, einmal angestoßen, nicht mehr umkehren. Dazu gehört auch das Schmelzen der Eiskörper.

Die Aufnahme zeigt das Forschungsschiff „Polarstern“ in der winterlichen Arktis.

Die Aufnahme zeigt das Forschungsschiff „Polarstern“ in der winterlichen Arktis.

Sie waren selbst schon mit dem Forschungsschiff Polarstern in der Arktis und beschäftigen sich tagtäglich mit der Interpretation der Forschungsdaten zur Eisbedeckung an den Polkappen. Schmilzt das „ewige Eis“?

Die Abnahme vom Meereis in der Arktis ist ein starker Trend seit rund 20 Jahren. Die Arktis wird in Zukunft im Sommer komplett eisfrei sein.

Aber noch nicht, wenn die 1,5-Grad-Marke nur einmal für ein Jahr überschritten wird, oder?

Wenn die globale Temperatur die 1,5-Grad-Marke für ein paar Jahre überschreitet, werden bereits große Flächen in der Arktis eisfrei sein und große Risse entstehen.

Was hat es für Auswirkungen, wenn die Arktis im Sommer großflächig eisfrei bleibt?

Das hat einerseits Folgen für das Ökosystem der Arktis. Die Eisbären sind da natürlich das prominenteste Beispiel. Dazu kommen Folgen für das Klima. Die Eisbedeckung in der Arktis hat eine große Rolle für die Rückstreuung des Lichtes. Wenn der arktische Ozean von der hellen Meereisschicht bedeckt ist, wird das Sonnenlicht zurückgeworfen. Der Ozean ohne Eisschicht ist dunkel, reflektiert das Licht nicht, sondern nimmt das Licht und damit die Wärme auf.

Was sind die konkreten Folgen für das Klima?

Das sind Auswirkungen auf das Wetter – auch bei uns in Deutschland. Die Wetterextreme nehmen beispielsweise zu. Die Folgen davon spüren wir auch schon heute. Dürren, Starkregen – all diese Extremwetterlagen können weiter zunehmen.

Hat die Antarktis dasselbe Problem?

Wenn wir dauerhaft über zwei Grad kommen, dann erleiden wir einen unwiederbringlichen Verlust großer Teile des Eisschildes in der Antarktis. Und erfahren damit auch einen Meeresspiegelanstieg in der Größenordnung von drei bis sechs Metern. Küstenstädte wie etwa Bremen oder Bremerhaven würden uns dann möglicherweise verloren gehen. Denn dann hilft auch keine Deicherhöhung mehr. Menschen müssten umziehen.

Nachhaltig bedroht: ein Eisberg am Südpol.

Nachhaltig bedroht: ein Eisberg am Südpol.

Das Verschwinden des Eises ist auch ein sogenannter Kipppunkt. Was bedeutet das genau?

Das ist einer der irreversiblen Kipppunkte, ein sogenannter „point of no return“. Wenn wir danach CO₂ einsparen, bringt es uns kaum mehr was. Der Grund ist, dass wir unsere Ressourcen zu verschwenderisch nutzen. Es gibt da sogenannte „Overshoot“-Szenarien.

Der Meeresspiegel steigt langfristig gesehen an, wenn das Eis schmilzt. Ein Problem, welches wir schon jetzt haben, ist die Trockenheit. Inwiefern verschlimmert sich das Problem der Trockenheit, wenn die 1,5-Grad-Marke für ein Jahr überschritten wird?

Trockenheit kann selbst in einzelnen Jahren Hitzestress bei Pflanzen und Bäumen auslösen. Im Harz sieht es beispielsweise teilweise schon jetzt apokalyptisch aus. Es kommt zu einem Absterben der Wälder.

Bild der Woche

Das Foto unserer Kollegen von der „Neuen Presse“ (NP) in Hannover zeigen den Wald im Harz – aber nicht etwa nach einem langen Hitzesommer. Nein, die Aufnahme stammt aus dieser Woche und zeigt: Schon jetzt sind die Bäume ausgedorrt und vertrocknet. Das Bild entstand für die Reportage unserer Autorin Sophie Peschke, die für die „NP“ den Feuerwehr-Flugdienst in die Luft begleitet hat – auf der Suche nach Waldbrandgefahren im Harz. Lesen Sie die Geschichte hier (NP+): https://bit.ly/3FHlnjf.

Das Foto unserer Kollegen von der „Neuen Presse“ (NP) in Hannover zeigen den Wald im Harz – aber nicht etwa nach einem langen Hitzesommer. Nein, die Aufnahme stammt aus dieser Woche und zeigt: Schon jetzt sind die Bäume ausgedorrt und vertrocknet. Das Bild entstand für die Reportage unserer Autorin Sophie Peschke, die für die „NP“ den Feuerwehr-Flugdienst in die Luft begleitet hat – auf der Suche nach Waldbrandgefahren im Harz. Lesen Sie die Geschichte hier (NP+): https://bit.ly/3FHlnjf.

Ganze Landschaftsstriche sind tot wegen der Trockenheit. Und wenn sich die Feuchtigkeit im Boden nicht regenerieren kann, weil es trocken bleibt, dann hat das dramatische Folgen. Waldbrände etwa oder ökonomische Folgen für Landwirte, die unter erheblichen Investitionen die Landschaft bewässern müssen, damit noch etwas wachsen kann.

Dass die 1,5-Grad-Marke zeitweise überschritten werden kann, heißt nicht etwa, dass es überall lediglich 1,5 Grad wärmer wird. Es ist ein globale Mittelwert. Was wird für einzelne Regionen angenommen – vor allem für Deutschland?

Es kann tageweise nicht etwa 1,5 Grad wärmer werden, sondern eher fünf Grad. Hitzeevents werden zunehmen. Auch bei uns in Deutschland kann es über 40 Grad warm sein oder Hitzewellen geben. Darunter leiden Menschen, die gesundheitliche Probleme bekommen oder auch bestimmte Regionen, die nicht genug Wasser bekommen.

Wie ist hoch ist die Erwärmung in der Arktis?

In der Arktis ist die Erwärmung besonders ausgeprägt. Die erwärmt sich noch viel schneller als der Rest der Welt. Sie wird als das Epizentrum der globalen Erwärmung bezeichnet, mit Erwärmungsraten, die mindestens beim Doppelten des globalen Erwärmungswerts liegen. Somit ist selbst ein einzelnes Jahr, in dem die globale Temperatur über 1,5 Grad liegt, gravierend für die Arktis.

 

Infografik der Woche

Die Klimameldung der Woche in der Infografik: 2021 lag die globale Durchschnittstemperatur 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau (1850 bis 1900), wie vorläufige Daten der WMO zeigen. Weltweit gesehen war das heißeste Jahr bislang 2016, als die globale Durchschnittstemperatur etwa 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Rekord bis 2026 gebrochen wird, liege bei 93 Prozent, so die WMO.

 

Verbrauchertipp der Woche

Alles in Butter? Besser nicht. Das milchbasierte Streichfett ist in der Herstellung klimaschädlicher als Fleisch. Immer mehr Menschen greifen deshalb zum nachhaltigeren und oft gesünderen Butterersatz, doch auch hier lauern Ernährungsfallen. In ihrem Verbrauchertipp schreibt Julia Meyer, Autorin des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), welche Lebensmittel die klassische Butter auf dem Herd und im Backofen ersetzen können – und wie einfach vegane Butter selbst herzustellen ist. Alle Details lesen Sie hier, die wichtigsten Tipps sind:

  • Auf dem Herd eignen sich geschmacksneutrale, raffinierte Öle wie Olivenöl oder Rapsöl, das besonders reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren ist. Auch qualitativ hochwertiges Kokosöl oder Kokosfett kann als Butterersatz zum Braten herhalten.
  • Im Backofen wird es kniffliger, denn viele alternative Zutaten wirken sich anders auf die Konsistenz oder den Geschmack des Gebäcks aus. Häufig ist es am einfachsten, die angegebene Menge Butter auf dem Rezept durch die gleiche Menge Margarine zu ersetzen. Aber Vorsicht: Nicht jede Margarine ist vegan – Verpackung beachten! Butter lässt sich beim Backen auch durch die gleiche Menge an anderen Milchprodukten wie Joghurt oder Quark ersetzen. Ein Esslöffel Grieß, Stärke oder Backpulver pro 100 Gramm verleiht dem Teig seine typisch butterige Konsistenz.
  • Bei Rührteigen eignen sich auch geschmacksneutrale, hitzebeständige Öle als Butterersatz. Wer lieber fettärmer, zuckerärmer oder vegan bäckt, kann einen Teil der Butter durch ein Nussmus oder durch Seidentofu ersetzen. Auch Obstmus aus Bananen, Pflaumen, (getrockneten) Datteln, Äpfeln oder Birnen eignet sich zum Anrühren von Teigen. Sie ersetzen dabei nicht nur die Butter, sondern auch gleich den Zucker.
  • Vegane Butter lässt sich als Brotaufstrich, zum Backen, zum Kochen und zum Braten verwenden. Kombiniert mit getrockneten Tomaten und Tomatenmark oder mit frischen Kräutern und Knoblauch entsteht aus veganer Butter außerdem in wenigen Schritten eine leckere Tomaten- oder Kräuterbutter.
 

Aktuelle Hintergründe

Studie: Maschinenbauer brauchen Fachleute für den Klimaschutz: Zwei Drittel der Beschäftigten in der Industrie sind von der Transformation durch den Klimaschutz betroffen. Im Fokus stehen der Anlagenbau und die Grundstoffindustrie. Viele Unternehmen bekommen es mit Fachkräftemangel zu tun, andere müssen ihr Personal umschulen – mehr lesen.

Umweltorganisationen: Kanzler Scholz soll mehr Klimaehrgeiz zeigen: Große deutsche Umweltorganisationen haben vor dem Treffen der G7-Staaten Bundeskanzler Olaf Scholz zu mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz aufgefordert. Er solle den Gipfel nutzen, um die Klimaschutzanstrengungen der Industrienationen ambitionierter voranzutreiben, hieß es. Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören unter anderem der BUND und Greenpeace Deutschland – mehr lesen.

UN warnt: Zahl an Dürren seit 2000 um 29 Prozent gestiegen: Dürren gab es schon immer – das weiß bereits die Bibel zu berichten. Doch der Klimawandel verschärft die Situation. Welche Auswirkungen das für Millionen Menschen hat, beschreibt ein UN-Bericht – mehr lesen.

 

Der RND-Klima-Podcast – hier hören

Wie können Menschenrechte und Naturschutz in Einklang gebracht werden? Ob Avocados, Biosprit oder Batterien für E-Autos: Für westlichen Konsum mit gutem Gewissen werden in Südamerika Mensch und Umwelt ausgebeutet.

Tobias Käufer, Lateinamerika-Korrespondent des RND, berichtet von beispiellosen Umweltverbrechen, deren Wurzeln tiefer gehen: Das Problem heißt grüner Kolonialismus.

Linda Poppe von der NGO Survival International dringt auf einen dekolonialisierten Naturschutz. Llanquiray Painemal vom Volk der Mapuche kämpft schon lange für die Rechte indigener Gemeinschaften. Und verrät, warum man von ihnen am besten etwas über Klima- und Artenschutz lernen kann.

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„Klima und wir“: Unser Tiktok-Kanal

Krieg in der Ukraine, Flüssiggas, Energiewende: Die jüngste Bundestagsabgeordnete Emilia Fester (Grüne) stellt sich auf unserem Tiktok-Kanal „Klima und wir“ den Fragen der RND-Hauptstadtkorrespondentin Alisha Mendgen. Es geht um die Ausrichtung der Ampelklimapolitik, was der russische Angriff auf die Ukraine verändert hat – und ob die Grünen ihre Ideale verraten haben.

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Termine

Montag, 16. Mai 2022, Berlin: Preisverleihung des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt.

Montag, 16. Mai 2022, Hamburg, 13 Uhr: Das Holzhochhaus „Roots“ in der Hafencity bekommt seine ersten Holzelemente montiert. Das 65 Meter hohe Gebäude soll 2023 fertiggestellt werden – bis auf den Sockel und die unteren Geschosse besteht das Haus komplett aus Holz.

Dienstag, 17. Mai 2022, Brüssel, 9.30 Uhr: EU-Umweltausschuss stimmt über Kompromiss beim Emissionshandel ab. Abgeordnete aus dem Umweltausschuss im Europaparlament stimmen über einen Kompromissvorschlag zur Erweiterung des Emissionshandelssystems in der EU ab.

Dienstag, 17. Mai 2022, Schwerin, 19 Uhr: Diskussionsveranstaltung „Klimaschlag: Gier, Gas und Korruption – das System Nord Stream 2″. Auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen sprechen unter anderem Viola von Cramon, Mitglied des Europäischen Parlaments Bündnis 90/Die Grünen, Hannes Damm, Mitglied des Landtags Mecklenburg- Vorpommern, Jonas Mueller-Töwe, Journalist T- Online, und Constanze Oehlrich, Mitglied des Landtages MV und Innen- und rechtspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.

Mittwoch, 18. Mai 2022, Reutlingen, 13 Uhr: Verleihung European Energy Award. 27 Kommunen in Baden-Württemberg werden mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet. Die europäische Auszeichnung würdigt Städte, Gemeinden und Landkreise, die ihre Klimaschutzaktivitäten systematisch vorantreiben und unabhängiger von fossilen Energien werden.

Freitag, 20. Mai 2022, Detmold, 11.30 Uhr: Verhandlungstermin im Fall der Klage eines Biobauern aus Detmold gegen Volkswagen auf Unterlassung „übermäßiger“ CO₂-Emissionen. Der von Greenpeace unterstützte Landwirt ist der Ansicht, dass der Autokonzern ihn durch die klimabezogenen Folgen seiner Geschäftstätigkeit in zentralen Rechtsgütern wie Eigentum, Gesundheit und dem Recht auf Erhalt treibhausgasbezogener Freiheit beeinträchtigt. Der Kläger will auch erreichen, dass VW von 2021 bis einschließlich 2029 maximal 25 Prozent der konzernweit verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bestücken darf und ab 2030 gar keine mehr. (Az. 1 O 199/21)

 

Übrigens, die Eisheiligen – im Grunde ja auch ein Termin mit Klimarelevanz – haben wir auch hinter uns gebracht, wenn diese Woche zu Ende ist. Auch zu diesem Termin gab es eine Meldung, die geneigt ist, Klimainteressierten die Laune zu verderben: Dieses Jahr drohte den Setzlingen kein Frost, sondern Sonnenbrand, hieß es Anfang der Woche. Im Internet erhielten Hobbygärtnerinnen und ‑gärtner dieses Jahr deshalb Tipps zur „Angewöhnung von Setzlingen“ an die Sonne.

Auch an diese Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel wird man sich künftig wohl gewöhnen.

Bleiben Sie dennoch optimistisch!

Falls Sie Anregungen oder Kritik haben, melden Sie sich gern direkt bei unserem Redaktionsteam: klima@rnd.de Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Nachhaltige Grüße bis nächste Woche

Steven Geyer und Sophie Peschke

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