Gefangenenaustausch mit Waffenhändler

„Sie repräsentiert das Beste von Amerika“: US-Präsident Biden begrüßt US-Basketballspielerin Brittney Griner

Brittney Griner.

Brittney Griner.

Washington. Russland hat nach Angaben aus US-Regierungskreisen den Basketballstar Brittney Griner im Rahmen eines Gefangenenaustausches freigelassen. Im Gegenzug autorisierte US-Präsident Joe Biden die Freilassung des russischen Waffenhändlers Viktor But, einst bekannt als „Händler des Todes“. Ein weiterer Amerikaner in russischer Haft, Paul Whelan, muss dagegen weiter auf seine Freilassung warten.

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But wurde 2012 in den USA wegen Terrorvorwürfen zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt. Er soll versucht haben, Waffen im Wert von bis zu 20 Millionen US-Dollar, darunter Boden-Luft-Raketen, für den Abschuss amerikanischer Hubschrauber zu verkaufen.

Frauenstraflager in Großregion Wolga

Die zweimalige Olympia-Goldmedaillengewinnerin Griner war im Februar - kurz vor Beginn der russischen Invasion in die Ukraine - bei ihrer Ankunft am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, nachdem in ihrem Gepäck sogenannte Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl gefunden worden waren. Ihre Verteidigung erklärte, sie habe Cannabis als Schmerzmittel verschrieben bekommen.

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Im August wurde Griner wegen Drogenbesitzes zu neun Jahren Haft verurteilt. Ihre Berufung gegen das Urteil scheiterte im Oktober. Zuletzt war sie in ein Frauenstraflager in der russischen Teilrepublik Mordwinien in der Großregion Wolga verlegt worden. Dabei bestand von Anfang an die Hoffnung, dass die 32-Jährige bei einem Austausch von Gefangenen freikommen könnte.

US-Präsident Biden veröffentlichte ein Foto auf Twitter, welches ihn mit Cherelle Griner, der Ehefrau von Brittney Griner, zeigt. Dazu schrieb er: „Vor einigen Momenten sprach ich mit Brittney Griner. Sie ist sicher. Sie ist in einem Flugzeug. Sie ist auf dem Weg nach Hause.“

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Bemühung um Freilassung Paul Wheelans

Biden würdigte die Athletin als große Amerikanerin. „Sie repräsentiert das Beste von Amerika - auf ganzer Linie“, sagte der US-Präsident am Donnerstag bei einer Ansprache im Weißen Haus. Die 32-Jährige sei nach einem abgeschlossenen Gefangenaustausch mit Moskau auf dem Weg zurück in die Vereinigten Staaten, nachdem sie „monatelang zu Unrecht“ in Russland festgehalten worden sei. „Willkommen zu Hause, Brittney“, sagte Biden.

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Biden dankte am Donnerstag den US-Diplomatinnen und Diplomaten, die den Gefangenenaustausch verhandelt hatten, sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, über die Griner ausreisen konnte. Die Sportlerin sitze in einem Flugzeug und sei in guter Stimmung, so der US-Präsident. „Es bleibt die Tatsache, dass sie Monate ihres Lebens verloren hat, unnötiges Trauma erlebt hat. Sie verdient Raum, Privatsphäre und Zeit mit ihren Lieben, um sich von ihrer Zeit, in der sie zu Unrecht inhaftiert war, zu erholen und zu heilen.“ Griners Ehefrau Cherelle Griner dankte Biden und der gesamten Regierung für ihre Bemühungen.

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Gleichzeitig betonte Biden, dass die USA sich weiterhin um die Freilassung des Amerikaners Paul Wheelan bemühten. Er wurde 2018 in Russland verhaftet und wegen angeblicher Spionage zu einer langen Haftstrafe verurteilt. „Leider behandelt Russland Pauls Fall aus völlig illegitimen Gründen anders als Brittneys Fall“, so der Präsident.

RND/AP/nis

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