„Im Südwesten geht es gerade richtig ab“: Wetterdienst warnt vor heftigen Unwettern und Tornados

Eine Gewitterfront zieht am frühen Morgen über die Region Hannover hinweg.

Eine Gewitterfront zieht am frühen Morgen über die Region Hannover hinweg.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Sonntag vor heftigen Gewittern, Sturmböen und sogar Tornados. Ab dem späten Nachmittag kommen besonders auf den Süden und Südwesten Deutschlands größere Gewitter zu.

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„Im Südwesten geht es gerade richtig ab“, schreibt der DWD auf Facebook. „Eine Zelle hat bemerkenswerte Rotation, entsprechend erhöhte Gefahr von Tornados.“

Metereologinnen und Metereologen erwarten Hagel mit Korngrößen von bis zu fünf Zentimetern, Starkregen und orkanartige Böen um 110 Stundenkilometer. Es könne vereinzelt sogar Tornados geben, heißt es im Lagebericht des Deutschen Wetterdienstes. Besonders betroffen sind laut DWD ganz Baden-Württemberg und das Saarland sowie weite Teile von Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

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Am Abend und in der Nacht zu Montag ziehen die Gewitter über die Mitte Deutschlands hinweg. Obwohl sie sich dadurch abschwächen, kann es auch in der Mitte und im Norden Deutschlands zu heftigem Starkregen und Sturmböen um 85 Kilometer pro Stunde kommen, warnt der DWD. Er hat Warnungen für ganz Thüringen und Teile von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Südniedersachsen herausgegeben.

Ausblick: Wetter in der nächsten Woche

Der Montag startet dem DWD zufolge im Nordwesten Deutschlands mit dichten Wolken und schauerartigem Regen. Später treten im Südwesten gebietsweise kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf, wie es heißt. Gleichzeitig bleibe es am ersten Tag der Woche schwülwarm mit Höchsttemperaturen zwischen 22 und 31 Grad. Im Osten klettern die Temperaturen auf 33 Grad, für die Nordsee prognostiziert der DWD etwa 19 Grad.

Bereits am Samstag und Sonntag verursachten Gewitter und Starkregen vor allem im Westen Deutschlands viele Einsätze der Feuerwehr. In Köln gab es nach Angaben eines Sprechers 244 witterungsbedingte Einsätze in der Nacht zu Sonntag. Hauptsächlich ging es dabei um vollgelaufene Keller. Verletzt worden sei niemand. Im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Feuerwehr zu 120 Einsätzen in der Nacht gerufen. In Rheinland-Pfalz gerieten nach Blitzeinschlägen drei Dachstühle in Brand.

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Unwetter mit heftigem Sturm in Rheinland-Pfalz

Heftige Gewitter, Sturmböen und Starkregen haben die Feuerwehr auch im Norden von Rheinland-Pfalz gefordert. Wie ein Sprecher am Sonntag sagte, pumpten Einsatzkräfte etwa im Kreis Ahrweiler und in der Region rund um Cochem zahlreiche überschwemmte Keller aus und beseitigten Geröll und umgestürzte Bäume von den Straßen. Verletzte habe es einer ersten Einschätzung zufolge aber nicht gegeben.

Außerdem hätten nach Blitzeinschlägen drei Dachstühle in Flammen gestanden. „Feuerwehrleute, die im Einsatz waren, haben von einer enormen Blitzdichte gesprochen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Es habe ungewöhnlich oft kurz hintereinander geblitzt.

Im Kreis Neuwied sicherten Einsatzkräfte beispielsweise auch eine defekte Stromleitung, die sich an einem Dachträger gelöst hatte. Wie die Feuerwehr mitteilte, drang außerdem Wasser in Gebäude ein. In Koblenz seien die Schäden weitaus geringer als etwa im Kreis Ahrweiler ausgefallen, sagte ein Sprecher der Wehr. „Mit acht Einsätzen ist die Stadt glimpflich davongekommen“, fügte er hinzu.

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Waldbrandgefahr steigt

Von Tag zu Tag steigt derzeit auch vielerorts die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute auf einer Fläche von zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. Auch in anderen Bundesländern kam es bereits zu Bränden.

RND/am/dpa

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