Auch falsche Maskenatteste ausgestellt

Corona-Quarantäne mit Konzentrationslagern verglichen: Anklage gegen „Querdenken“-Arzt

Teilnehmer bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. (Archivfoto)

Teilnehmer bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. (Archivfoto)

Heidelberg. Ein Arzt soll die Corona-Quarantäne mit der Inhaftierung in einem Konzentrationslager verglichen haben. Deshalb erhob die Staatsanwaltschaft Heidelberg nach Angaben vom Dienstag Anklage gegen den Mann aus Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis). Außerdem steht der Mann, der ein prominentes Gesicht der „Querdenken“-Szene ist, im Verdacht, zusammen mit seiner Frau mehrfach falsche Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht ausgestellt zu haben.

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Der Mann soll in Internetvideos den Holocaust verharmlost und zu Aktionen gegen die Regierung sowie die Justiz in Deutschland aufgerufen haben. Alle impfenden Ärzte habe er mit Josef Mengele verglichen. „Bei diesem handelte es sich, wie allgemein bekannt ist, um einen nationalsozialistischen Kriegsverbrecher, der als Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Selektionen vornahm, die Vergasung der Opfer überwachte und menschenverachtende pseudomedizinische Experimente an Häftlingen durchführte“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Ärzte-Ehepaar soll Menschen aus ganz Deutschland mit Attesten von der Maskenpflicht befreit haben - angeblich aus medizinischen Gründen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft untersuchten die Ärzte ihre Patienten nicht persönlich. Stattdessen seien die Atteste per Post zugeschickt worden.

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RND/dpa

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