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Wedemark

164.000 Masthühner: Initiativen gehen gegen Stallausbau in Elze vor

Gegen die genehmigte Erweiterung einer Mastanlage in Elze haben nun Nabu und Bürgerinitiative einen Eilantrag gestellt.

Gegen die genehmigte Erweiterung einer Mastanlage in Elze haben nun Nabu und Bürgerinitiative einen Eilantrag gestellt.

Elze. Der Naturschutzbund Niedersachsen (Nabu) und die Bürgerinitiative Contra Industriehuhn Wedemark (CIW) wollen verhindern, dass bei dem geplanten Ausbau einer Elzer Hähnchenmastanlage von derzeit 85.000 Hühnern auf dann 164.000 Tiere vollendete Tatsachen geschaffen werden. Aus diesem Grund haben die Akteure nach Auskunft von Philip Foth, Sprecher des Nabu Niedersachsen, nun mittels Eilantrag Widerspruch gegen die Genehmigung eingelegt.

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Foth erinnert auf Anfrage daran, dass die geplante Anlage im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld entstehen würde. „Eine Stallgröße, die es bisher in der gesamten Region Hannover nicht gibt“, betont er. Umweltverbände und Anwohner befürchten, dass von der Stallerweiterung erhebliche Belastungen für Mensch, Tier und Umwelt ausgehen, argumentiert der Nabu-Sprecher.

Nabu sieht Stallbau rechtlich als strittig an

„Es wird mit dem Eilantrag beanstandet, dass die Genehmigung nicht geltenden Gesetzen entspricht und dies vor Beginn der Bauarbeiten geklärt werden muss“, meint Foth. Der Nabu hat seinen Angaben zufolge den Widerspruch gegen den Stallbau umfangreich begründet. „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb durch die Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit Gebäude errichtet werden, deren Nutzung rechtlich strittig ist“, kritisieren der Umweltverband wie auch die Bürgerinitiative.

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Gegen die genehmigte Erweiterung einer Mastanlage in Elze haben nun Nabu und Bürgerinitiative einen Eilantrag gestellt.

Gegen die genehmigte Erweiterung einer Mastanlage in Elze haben nun Nabu und Bürgerinitiative einen Eilantrag gestellt.

„Die Anordnung beschränkt sich auf die formelhafte Benennung von Gründen, die für jedes Vorhaben die Anordnung des Sofortvollzuges rechtfertigen würden“, unterstreicht der Nabu-Sprecher. Denn als möglicher Schaden werde nur die Verzögerung, die ein Abwarten bis zur endgültigen Entscheidung mit sich bringen würde, genannt. Eine solche Verzögerung liege aber bei einem Widerspruch immer vor. „Wieso gerade hier ein besonderer Umstand gegeben sein soll, der eine sofortige Vollziehung rechtfertigen würde, ist nicht ersichtlich“, fragt sich Foth.

Region hält Genehmigung für rechtskonform

„Wir halten die von uns erteilte immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Erweiterung der Hähnchenmastanlage in Elze für rechtskonform und rechtssicher“, argumentiert Regionssprecher Klaus Abelmann indes auf Anfrage. „Gegenwärtig sind wir dabei, die umfangreiche Antragsschrift zu prüfen.“

CIW befürchtet Gefahren für die Gesundheit

Unterdessen lädt die Bürgerinitiative Contra Industriehuhn Wedemark für Montag, 1. Juli, zu einer Informationsveranstaltung ein. Diese beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus in Bissendorf. Dort liefern die Akteure um Claudia Preuß-Ueberschär einen Bericht über den Widerstand gegen die Baugenehmigung des Maststallbaus und den gestellten Eilantrag gegen den Baubeginn. „Eine Hühnermastanlage mit 164.000 Plätzen belastet nicht nur die Umwelt und stört die Menschen durch Gerüche und Verkehrslärm, sondern sie emittiert auch Keime und Bioaerosole“, argumentiert die Medizinerin. In einem Vortrag wird sie über Antibiotika in der Massentierhaltung und über die davon ausgehenden Gefahren für die menschliche Gesundheit berichten. Es wird danach auch Raum geben für Fragen, Gedankenaustausch und Diskussion.

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Von Sven Warnecke

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