Springe

Wisentgehege kann Zukunftskonzept nicht pünktlich abliefern

Gehört in Springe zu den Stars und ist Kandidat für die Rudeltage: Der Europäische Wolf.

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Springe. Laut Beschluss des niedersächsischen Landtags müssen die Landesforsten am 1. März das Spar-konzept für das Wisentgehege vorlegen. Den Termin werden sie aber offenbar verstreichen lassen. Man brauche noch „Wochen und nicht nur Tage“ für die interne Abstimmung, sagt Forstamtsdirektor Christian Boele-Keimer.

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Zu hohe Verluste, mangelnde Steuerung: Als der Landesrechnungshof vor acht Monaten seinen Jahresbericht vorlegte, kam das Wisentgehege nicht gut weg. Dem Träger – also den Landesforsten und genauer dem heimischen Forstamt Saupark – sei es nach wie vor nicht gelungen, einen umfassenden Zukunftsplan für den Tierpark zu erstellen. Dabei haben die Prüfer das Wisentgehege bereits seit dem Jahr 2001 im Fokus.

Jahresminus im Wisentgehege lag zuletzt bei 600 000 Euro

Damals lag der Zuschussbedarf bei einer Million D-Mark. Zuletzt betrug das Jahresminus noch immer rund 600 000 Euro. Viel zu viel, da es schon im 2010 vorgelegten Businessplan hieß, es werde eine mittelfristige Senkung auf 200 000 Euro angestrebt. Der Landesrechnungshof forderte wiederholt einen Trägerwechsel.

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Alle Landtagsfraktionen stellten sich im Herbst auf Anfrage dieser Zeitung hinter das Wisentgehege und bescheinigten dem Tierpark, der einen Bildungsauftrag erfüllt, eine gute Arbeit. Eine Privatisierung stehe nicht zur Debatte. Ganz ohne Konsequenzen gehe es aber nicht. Bis zum 1. März müsse die Einrichtung ein Konzept vorlegen, „wie das wirtschaftliche Ergebnis deutlich verbessert“ werden kann.

Landesforsten kündigen Abschluss im März an

Der Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten, Mathias Aßmann, kündigt einen Abschluss im März an. Über das Landwirtschaftsministerium werde der Businessplan dann an den Landesrechnungshof weitergeleitet.

Forstamtsleiter Boele-Keimer möchte sich vorab nicht dazu äußern, an welchen Schrauben gedreht wird, um die Bilanz des Tierparks aufzupolieren. Es handele sich um unternehmensinterne Abstimmungen: „Das Einzige, was ich derzeit schon sagen kann: Der Name Wisentgehege bleibt auch in Zukunft gleich.“

Mehr als 185 000 Besucher – das ist Rekord

Das Wisentgehege hat ein Rekord-Jahr hinter sich: Mehr als 185 000 Besucher kamen 2018 – dem Jahr des 90. Bestehens der Einrichtung – in den Springer Wildpark. Das sind 25 000 Gäste mehr als 2017. Und es sind 15 000 Besucher mehr als im bisherigen Rekordjahr. „Das noch einmal zu knacken wird ganz schwer“, sagt Tierparkleiter Thomas Hennig. „Aber ich hoffe, wir können das starke Ergebnis bestätigen.“ Das Jubiläum hatte dem Wisentgehege großes überregionales Medieninteresse beschert.

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„Rudeltage“ sollen Familien locken

Mit „Rudeltagen“ will Hennig in diesem Jahr vor allem Familien locken: Während der Hauptsaison gibt es immer am letzten Sonntag des Monats ein Sonderprogramm für Kinder und Eltern. Jedes Mal soll ein anderes Tier im Mittelpunkt stehen.

Von Marita Scheffler

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