Springe

Sommertheater der Bergbühne Lüdersen zeigt einen humorvollen Generationenkonflikt

Christa Schneider und Dieter Ebeling spielen im Stück „Otto und Emma“.

Christa Schneider und Dieter Ebeling spielen im Stück „Otto und Emma“.

Lüdersen. „Theater, Theater der Vorhang geht auf, dann wird die Bühne zur Welt“, erklingt Katja Ebsteins Lied „Theater“ durch die Bergdorfhalle und stimmte die Besucher auf das kurz bevorstehende Sommertheater ein. Dreimal läutete die Klingel, dann öffnete sich der Vorhang. Zum Vorschein kam die Jugendgruppe der Bergbühne und eröffnete den Nachmittag mit einer etwas anderen Variante von „Stille Post“. In dem Stück „Im Kino“ probiert ein junges Paar, sich im Kino näher zu kommen. Doch wie geht das, wenn zwischen einem sechs Kinoplätze liegen? Ein kleiner Tipp: Es braucht Vertrauen und die große Mithilfe der restlichen Kinobesucher.

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Mit lautem Applaus und heiterem Lachen zeigte das Publikum des Sommertheaters der Bergbühne Lüdersen deutlich seine Begeisterung.Und auch „Otto und Emma im Theater“ sorgte für viel Begeisterung bei den Besuchern. Mit viel Witz präsentierten Christa Schneider und Dieter Ebeling den Dialog eines Paares, den es so vermutlich noch nicht gegeben hat. Mit dem Stück „Freunde“ von Wilfried Schmücking-Goldmann, präsentiert von Janne Peters und Werner Krüger, trafen die Schauspieler wohl auch die Nerven der einen oder auch anderen Generation. Gegenüber gestellt wurde die Generation des Enkels, die Freunde im Internet hat, und die des Großvaters, die Spielen an der frischen Luft als Geschenk und nicht als Strafe sehen. Denn auch nach dem Stück wurden zwischen den Besuchern noch verschiedene Meinungen und Erfahrungen zu diesem Generationenkonflikt ausgetauscht.

Bereits ab 15 Uhr hatten die Besucher die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss begann der Theaternachmittag mit sechs Stücken, gefolgt von vier weiteren Stücken nach der Pause. In wöchentlichen Treffen studierten die Schauspieler die teils selbst geschriebenen Stücke, wie „Alarm, es brennt“ von Helmut Löwenstein und Anke Habekost oder auch „Schuhkauf“ von Bernhard Junker, ein. Mit Erfolg: Ob jung oder alt, auf Platt oder auf Hochdeutsch - mit einem abwechslungsreichen Programm, in dem sich vermutlich jeder Besucher ein Stück weit wiederfinden konnte, gestalteten die Mitglieder der Bergbühne mit viel Freude und sichtlich viel Spaß einen lustigen Nachmittag.

Von Julie Pape

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