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Springe

Purena informiert bei Vortrag über Qualität des Leitungswassers

Der Klosterbrunnen ist von einem Zaun umgeben. Dahinter befinden sich die Anlagen zur Trinkwassergewinnung.

Der Klosterbrunnen ist von einem Zaun umgeben. Dahinter befinden sich die Anlagen zur Trinkwassergewinnung.

Holtensen.In Holtensen, Eldagsen, Boizum, Alferde und Wülfinghausen werde das Wasser aus dem Klosterbrunnen und der Klosterquelle bezogen, sagte Cassens. Aber auch in Mittelrode gebe es einen Brunnen, der die Wasserleitungen in Eldagsen speise. Schließlich sei Tiefenwasser besser, weil Flächenwasser verunreinigt sein könnte. „Wir behandeln das Wasser nicht“, sagte Cassens. Weder Chlor, noch Chemikalien seien im Wasser enthalten. Um Mikroorganismen, Bakterien und Pilze unschädlich zu machen, werde ultraviolettes Licht eingesetzt, das antibakterielle Wirkung hat. „Wasser ist Leben“, so Cassens. Mit der Chlorung zerstöre man hingegen den Biofilm.

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Zwar seien die Leitungen nicht steril, dürften aber auch nicht die Gesundheit gefährden. Die Wasserqualität werde streng kontrolliert. Ob sie gut ist, zeigt die jährliche Untersuchung, die Purena in Auftrag gibt. Die Ergebnisse der Wasseranalyse sind frei zugänglich und online auf der Website des Wasserversorgers einsehbar. Mit einem Härtebereich von 4 sei das Wasser zwar hart, aber laut Cassens „nicht gesundheitsschädlich, aber doof für die Waschmaschine“.

Übermäßig eingesetzte Düngemittel und hohe Nitrat-Werte gefährden die Qualität des Trinkwassers. Damit sich diese nicht verschlechtert, kooperiert der Wasserschutz mit den Landwirten. „Das bedeutet, dass die Landwirte auf bestimmte Stoffe verzichten und achtsam sind“, erklärte Cassens. Mit 9,4 Milligramm pro Liter liege der Nitratwert in Alferde, Boitzum, Eldagsen, Holtensen und Wülfinghausen aber noch weit unter der Vorgabe der Grundwasserverordnung, die einen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter vorschreibt und überschreitet nirgends im Stadtgebiet den Wert von 11,4 Milligramm pro Liter. Der Grenzwert dient vor allem dem Schutz von Säuglingen, weil Nitrat die Sauerstoffaufnahme hemmt. „Wir bewegen uns bei Werten, die völlig unbedenklich sind“, versicherte Cassens.

Einige Gäste merkten an, bereits weißes Wasser im Trinkglas gehabt zu haben. „Wenn das Wasser milchig ist, ist da Sauerstoff oder Stickstoff drin und bedeutet, dass wir eine Spülung durchgeführt haben", so Cassens. Dies sei keine Trübung durch Stoffe, sondern durch Gase und daher unbedenklich: „Sie können sich bei uns melden, wenn Sie es beobachten“. Sorgen machten sich die Gäste zudem über Dürrejahre wie zuletzt 2018. „Im Herbst und Frühjahr regnet es genug“, antwortete Cassens. Demnach müsse man sich noch keine Gedanken machen. Zuhörerin Sabine Schiepanski reagierte mit kritischen Tönen auf eine Bemerkung von Cassens, dass bei den Landwirten in Springe immer genau auf den Wasserverbrauch geschaut werde, weil es schließlich Betriebe wie Octapharma gäbe, die sehr viel Wasser benötigen. „Das ist keine kleine Nummer mehr“, sagte die ehemalige Ratsfrau angesichts des steigenden Verbrauchs des Pharmaunternehmens. Laut Schiepanski gelangen viele Stoffe in die Haller: „Nach den Blutwäschen sind da Anteile drin, das will ich gar nicht wissen“, sagte sie und fügte hinzu: „Das wird noch zu einem Krisenthema in Springe.“ Zwar habe Octapharma mehr Bedarf, dieser werde aber genau beobachtet, sicherte Cassens zu.

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Von Patricia Szabo

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