Ronnenberg

"Stoning Roll" erreicht pünktlich Berlin

Angekommen am Brandenburger Tor: Maddi Meysam (von links), Mirza Atug, Andreas Paul Schöninger, Angelika Rehmert, Manuela Böttcher, Ariane Klingner und Michael Flossbach.

Angekommen am Brandenburger Tor: Maddi Meysam (von links), Mirza Atug, Andreas Paul Schöninger, Angelika Rehmert, Manuela Böttcher, Ariane Klingner und Michael Flossbach.

Ronnenberg. Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit ist der „Stoning Roll“ an seinem Zielort in Berlin angekommen. Das Kunst- und Friedensprojekt des Künstlers Michael Flossbach ist am Mittwochnachmittag wie geplant durch das Brandenburger Tor gerollt worden. Mit dabei waren auch Manuela Böttcher und Ariane Klingner, die den rollenden Stein auch durch Ronnenberg bewegt hatten.

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Eine Woche lang hatte das Friedenssymbol – das Wort Frieden ziert den 128 Kilogramm schweren Basaltstein in 44 Sprachen – im Ronnenberger Heimatmuseum auf seinen Weitertransport gewartet. In Kürten-Dürscheid in Nordrhein-Westfalen war Flossbach zuvor mit der steinernen Rolle gestartet, zahlreiche Freiwillige hatten den Stein auf dem Weg nach Berlin bewegt. Am 19. August verließ er Ronnenberg wieder in Richtung Ahlem und erreichte die Hauptstadt danach ohne längere Pausen, wie Friedensstein-Koordinator Michael Weinmann berichtete.

Nun soll Berlin nur noch eine Etappe sein. Danach geht es auf der Balkanroute weiter nach Jerusalem, dem zweiten großen Meilenstein auf dem Weg“, sagt Weinmann. Allerdings wisse er noch nicht, wie und wann es weitergeht. Die Verhandlungen mit dem Auswärtigen Amt liefen noch. Rund 4000 Kilometer liegen demnach vor dem Stein. Bei 5 Kilometern pro Tag könne das Ziel 2020 erreicht werden, so Weinmann. Verzögerungen, wie die einwöchige Pause in Ronnenberg könne es aber immer geben.

Der Traum des Künstlers geht aber noch weit über Jerusalem hinaus: Das Fernziel ist es, den Stein einmal um die ganze Welt zu ziehen“, erklärt Weinmann. Bis dahin dürfte aber vor allem noch sehr viel Schweiß fließen, denn das Ziehen des „Stoning Roll“ ist reine Knochenarbeit.

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Von Uwe Kranz

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