Schulprojekt

Resilienzprojekt stärkt Selbstbewusstsein der Schüler

Sie arbeiten mit den Kindern: Anna Kromer (links) und Inge Schäkel zeigen ein Plakat.

Sie arbeiten mit den Kindern: Anna Kromer (links) und Inge Schäkel zeigen ein Plakat.

Ronnenberg. In der Grundschule Ronnenberg sind derzeit sechs Monster zu Gast. Wer aber nun an Lehrer oder Schüler denkt, der irrt sich. Es handelt sich um bunte Figuren auf Bildern. Jedes Monster steht für sogenannte Superkräfte wie "Optimismus", "Akzeptanz & Toleranz" oder "Kontakte & Beziehungen". Diese Themen sollen den Viertklässlern vermittelt werden. Das Projekt zum Thema Resilienz, was psychische Widerstandskraft bedeutet, begann an der Grundschule Ronnenberg im Spätsommer und geht nun im Dezember zu Ende.

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Das sind die sechs Monster: Diese Figuren sollen den Kindern Selbstbewusstsein verschaffen.

Das sind die sechs Monster: Diese Figuren sollen den Kindern Selbstbewusstsein verschaffen.

Der Sinn: Nicht nur das Selbstwertgefühl der Schüler soll gestärkt werden. Die Resilienz hilft dabei, mit schwierigen Situationen zurechtzukommen und sich von schlechten Nachrichten nicht umwerfen zu lassen. Dabei helfen die Superkräfte. Diese Kompetenzen in sich zu entdecken und zu trainieren, ist Ziel des Projekts, das vom Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen initiiert wurde.

Kurzfilme sorgen für Diskussionen

Ein wenig Programm ist also auch dabei, dafür sorgten Inge Schäkel und Anna Kromer. Die beiden Frauen vom Theaterpädagogischen Zentrum Hannover und Umgebung (TPZHU) waren in allen drei vierten Klassen zu Gast. Sie machten mit den Schülern Rollenspiele, zeigten ihnen Kurzfilme und besprachen sie anschließend mit den Schülern – beispielsweise wie man miteinander respektvoll und freundlich umgeht oder Freundschaften pflegt, auch wenn diese manchmal traurig machen. Denn zusammen ist man stärker als allein. „Freunde sind füreinander da. Nur das macht glücklich“, sagt Schäkel.

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Die Schauspielerin vom TPZHU erlebte dann anhand der Erzählungen der Schüler, dass diese bereits die Erfahrung gemacht haben, einen guten Freund wegen eines Umzugs verloren zu haben. „Durch Corona haben sich viele Schüler zurückgezogen. Mit diesem Projekt wollen wir das Selbstwertgefühl stärken“, sagt Schäkel. Das Projekt ist für die Schule kostenlos, finanziell unterstützt wird es mit Mitteln aus dem Fördertopf „Startklar“ des Landes Niedersachsen.

Schüler konnten in der Praxis schon profitieren

„Das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben jedes Mal einen Film geguckt und darüber gesprochen“, sagt Alfred. Seine Klassenkameradin Zoey berichtet, dass sie das beim Resilienzprojekt Erlernte bereits in der Praxis umsetzen konnte. Weil nämlich ein Freund aus der Klasse keine Zeit hatte. „Dann war ich nicht traurig und habe einfach ein anderes Kind angerufen und mit ihm gespielt.“

Alfred und Zoey, beide neun Jahre alt, gehören zur Klasse 4c von Anne Scheer. Diese berichtet, als Folge des Projektes bereits einen Effekt entdeckt zu haben: Nicht nur, dass ruhigere Schüler mehr aus sich herauskommen, sondern auch, „dass es insgesamt unter den Schülern entspannter zugeht. Streitigkeiten untereinander und das Entschuldigen sind kein Problem“, sagt die Klassenlehrerin.

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