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Oper in Hannover

Wieder tödlicher Messerangriff in der City – Täter auf der Flucht

Hannover. Schon wieder eine Messerstecherei in der Innenstadt von Hannover – und schon wieder mit tödlichem Ausgang: Am Freitagabend ist ein 18-Jähriger von zwei Unbekannten getötet worden. Drei seiner Begleiter (18, 18, 23) wurden ebenfalls verletzt. Einer der 18-Jährigen schwebt in Lebensgefahr. Der Getötete stammt aus Afghanistan, seine Freunde nach unbestätigten Informationen ebenfalls. Die Angreifer konnten flüchten, nach ihnen wird gefahndet. Die Polizei überwacht den Opernplatz mit einer Kamera. Ob das Geschehen aufgezeichnet wurde, konnte ein Behördensprecher am Sonnabend nicht bestätigen – das Material muss noch ausgewertet werden.

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Und das ist passiert: Der Getötete und seine Begleiter hielten sich am Freitag in einer größeren Gruppe auf der Seite des Haupteingangs der Oper auf, als sie gegen 22 Uhr ohne Vorwarnung von den Angreifern attackiert wurden. Die Polizei beschreibt die Tatwaffen als „spitze Gegenstände“.

Der Afghane und seine Landsleute flüchteten vor den Tätern. Das Geschehen verlagerte sich deshalb hinter die Oper zur Straße An der Börse. Dort ließen die Angreifer schließlich von den jungen Männern ab und flüchteten in unbekannte Richtung. Die Polizei fahndete nach den Unbekannten. Mehrere Streifenwagen-Besatzungen waren im Einsatz. Ohne Erfolg. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

An der Börse: Auf der Straße hinter der Oper blieb der lebensgefährlich verletzte Afghane liegen. Dort wurde er von Rettungskräften gefunden.

An der Börse: Auf der Straße hinter der Oper blieb der lebensgefährlich verletzte Afghane liegen. Dort wurde er von Rettungskräften gefunden.

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Rettungskräfte versorgten die vier Verletzten. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Für einen 18-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er starb am Sonnabend in einer Klinik an seinen schweren Stichverletzungen. Ein weiterer 18-Jähriger schwebt zurzeit in Lebensgefahr. Die beiden anderen Begleiter des Getöteten erlitten leichte Verletzungen.

Bei Passanten am Opernplatz war am Sonnabend die Betroffenheit über den Tod des jungen Afghanen groß. Ein Mann, der in dem Bereich arbeitet, berichtet, dass es in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen gegeben hat, die sich zwischen der U-Bahnstation Kröpcke und dem Platz vor der Oper nahezu täglich aufhalten. Neben lautstarken verbalen Streitigkeiten sei es auch häufiger zu Handgreiflichkeiten gekommen. Bei den Truppen handele es sich in der Regel um männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund und einige Mädchen, die augenscheinlich deutscher Herkunft seien.

Nach dem Tötungsdelikt am Freitag sucht die Polizei nach den beiden Tätern. Ihre Beschreibung: Sie sind etwa 1,70 Meter groß und schlank. Einer hat kurze Haare und trug dunkle Kleidung. Sein Komplize hat längere, schwarze Haare, die zum Seitenscheitel gekämmt waren. Er war mit einem roten Hemd und einer blauen Jeans bekleidet. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 05 11/109 55 55 zu melden.

Immer wieder Messerattacken in der Innenstadt

In den vergangenen Monaten hatte es in der Innenstadt von Hannover zahlreiche Auseinandersetzungen mit Messern gegeben, von denen eine im Bereich des Drogenkonsumraums "Stellwerk" am 10. November 2018 ebenfalls tödlich endete. Ein Verdächtiger (27) musste wenige Tage nach seiner Verhaftung allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt werden – er war zu Unrecht beschuldigt worden.

Messer-Mord am „Stellwerk“: Hier wurde am 10. November 2018 ein 39-Jähriger erstochen.

Messer-Mord am „Stellwerk“: Hier wurde am 10. November 2018 ein 39-Jähriger erstochen.

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Am 30. November endete ein Messerstreit zwischen zwei Obdachlosen (48, 53) im Hauptbahnhof fast tödlich. Bei einer Messerstecherei am Steintor wurde ein 20-Jähriger am 9. Dezember schwer verletzt. Am vergangenen Donnerstag wurde ein 44-Jähriger bei einer Auseinandersetzung von einem 20-Jährigen mit einem Messer verletzt. Der Angreifer wurde festgenommen.

Von Britta Mahrholz

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