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Gastro-Typen

Warum war Gunter Gabriel Ihr Lieblingsgast, Herr Stamoulis?

Gastro-Urgestein in Hannover: Konstantinos Stamoulis in seinem Restaurant „Camp“.

Gastro-Urgestein in Hannover: Konstantinos Stamoulis in seinem Restaurant „Camp“.

Hannover.Er ist Wirt aus Leidenschaft: Mit seiner Frau Theodora führt Konstantinos Stamoulis das Restaurant „Camp“. Ans Aufhören denkt der 62-Jährige noch lange nicht.

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Seit wann sind Sie der Eigentümer von „Camp“?

Seit dem 1. November 1988. Gerade hatten wir 33-jähriges Jubiläum. Das „Camp“ ist das erste griechische Restaurant, das es in Hannover gab. Es wurde 1968 eröffnet. Damals noch in der Nähe des Gloria Palastes, wo sich heute das Dormero-Hotel befindet. Es gehörte meinem damaligen „Apostel“-Chef, von ihm habe ich es übernommen.

Wie sind Sie darauf gekommen, ein Restaurant aufzumachen?

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Ich habe in Griechenland eine Lehre als Koch gemacht. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich gleich angefangen, in der Gastronomie zu arbeiten. Erst in Kitzingen bei Würzburg, später in Rosenheim. Nach Hannover bin ich gekommen, weil hier Verwandte von mir leben.

Wer kocht bei Ihnen zu Hause?

Meine Frau, sie ist die beste Köchin. Ich freue mich schon auf Weihnachten: Dann macht sie immer eine sensationelle Gans.

Sie leiten das „Camp“ als Team.

Ja, meine Frau Theodora und ich machen alles zusammen. Ich bin eigentlich täglich 15 Stunden für den Laden unterwegs, weil ich jeden Morgen um sieben Uhr einkaufen fahre und alles frisch – ob Fleisch, Gemüse, griechische Spezialitäten – selber auswähle.

Gediegen: Das Lokal wird seit 1988 von vielen Stammgästen geliebt.

Gediegen: Das Lokal wird seit 1988 von vielen Stammgästen geliebt.

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Warum macht das nach so vielen Jahren immer noch Spaß?

Meine Frau und ich machen das hier aus Leidenschaft. Unsere Stammgäste kommen zum Teil seit 33 Jahren zu uns, so lange führen wir das Lokal. Ich könnte mir nicht vorstellen, in Rente zu gehen. Das Restaurant ist unser Leben.

Haben Sie ein Lieblingsgericht der Kindheit?

Lammfleisch und Fischgerichte, weil das sehr typisch ist für unsere Region. Wir kommen aus Tessalia. Unsere Region macht den besten Schafskäse und importiert ihn auch nach Deutschland. Alle Supermärkte haben quasi den Schafskäse und den Joghurt aus unserer Heimat.


 Konstantinos Stamoulis


* 22. März 1959 in Trikala. In seiner Heimat absolviert er eine Ausbildung als Koch. 1983 zieht er nach Hannover und übernimmt 1988 das Restaurant „Camp“ von seinem damaligen „Apostel“- Chef. „Camp“ gibt es ursprünglich seit 1968, es gilt als das erste griechische Restaurant in Hannover. Stamoulis und seine Frau Theodora, die das Restaurant zusammen betreiben, haben zwei Kinder. Das Restaurant Camp liegt an der Hildesheimer Straße 117 (Telefon 0511/808780). Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag von 17.30 bis 24 Uhr, Montag ist Ruhetag.

Was wird in Ihrem Restaurant am meisten gegessen?

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Lammkoteletts. Und Lachs. Aber in Griechenland wird generell mehr Gemüse gegessen: gefüllte Paprika, gefüllte Auberginen. Unsere Gäste lieben unseren Lachs nach Art des Hauses sehr. Den servieren wir mit Champignons und Brokkoli, unserer hausgemachten Sauce und Kräutern.

Welche Gewürze sind typisch für Griechenland?

Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum. Viele Kräuter habe ich auch frisch hinten im Hof stehen.

Frisch auf den Tisch: Die Lebensmittel für das „Camp“ kauft Konstantinos Stamoulis jeden Morgen selbst ein.

Frisch auf den Tisch: Die Lebensmittel für das „Camp“ kauft Konstantinos Stamoulis jeden Morgen selbst ein.

Welche Eigenschaft braucht ein Gastronom?

Ruhe und Gelassenheit. Und Gastfreundschaft natürlich.

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Welche fünf Lebensmittel würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Wasser, Käse, Schafskäse, Fleisch, Fisch und Salat. Und ein gutes Olivenöl. Das ist sehr wichtig für unsere Küche.

Hier gab’s Ständchen von Gunter Gabriel: Der inzwischen verstorbene Sänger war der Lieblingsgast der Wirtsleute.

Hier gab’s Ständchen von Gunter Gabriel: Der inzwischen verstorbene Sänger war der Lieblingsgast der Wirtsleute.

War schon einmal ein Prominenter hier im Restaurant?

Der Sänger Gunter Gabriel war immer hier, wenn er in Hannover war. Er hat jedes Mal Tsatziki, dicke Bohnen, Schafskäse und Gyros gegessen. Mit dem haben wir hier immer zusammen gesungen, einmal haben wir sogar Costa Cordalis zusammen angerufen (lacht). Gunter Gabriel war mein Lieblingsgast. Leider ist er ja 2017 verstorben.

Hört man als waschechter Grieche eigentlich Vicky Leandros?

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Ja natürlich. Sie ist meine Lieblingssängerin hier in Deutschland.

An der Hildesheimer Straße: Das „Camp“ ist ein traditioneller Grieche ohne Chichi.

An der Hildesheimer Straße: Das „Camp“ ist ein traditioneller Grieche ohne Chichi.

Haben Sie ein griechisches Idol?

Mikis Theodorakis. Er war ein sehr berühmter Komponist und Schöpfer des Sirtaki-Songs.

Trinkt man als Grieche auch noch Ouzo?

Ich persönlich trinke wenig Ouzo. Aber das ist beruflich bedingt (lacht).

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Warum sind so wenig gute griechische Weine bekannt? Gibt es die einfach nicht?

Es gibt wahnsinnig viele gute griechische Weine. Aber wir haben es verpasst, mit der Zeit zu gehen und die Weine gut zu vermarkten. Europaweit machen griechische Weine nur 0,2 Prozent des Imports aus. Da haben uns Italien, Frankreich und Spanien abgehängt. Aber im Moment tut sich da viel. Es lohnt sich immer, bei uns nach Weinempfehlungen zu fragen.

Welches ist das schönste griechische Wort?

Yamas. Auf die Gesundheit. Ohne Gesundheit geht nichts.

Von Luisa Verfürth

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