Gastro-Typen

Warum sind Sie eine One-Woman-Show, Frau Privitera?

Im „Kleinen Schwarzen“: Cati Privitera hat sich als Gastronomin selbstständig gemacht.

Im „Kleinen Schwarzen“: Cati Privitera hat sich als Gastronomin selbstständig gemacht.

Hannover. Seit drei Jahren gibt es das italienische Lokal „Il piccolo Nero“ von Cati Privitera in Linden-Nord. Die Wirtin schwört auf frische Pasta und liebt den Kontakt zu ihren Gästen.

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Wie sind Sie in die Gastronomie gekommen?

Ich bin in die Gastronomie hineingeboren. Meine Eltern haben ihr Bistro „Bei Jacqueline“ jetzt 34 Jahre an der Limmerstraße. Ich habe zwar erst Ausbildungen zur Visagistin und Wedding-Planerin gemacht, bin am Ende aber doch in die Gastronomie gegangen.

Seit wann gibt es das „Il piccolo Nero“?

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Seit drei Jahren. Eröffnet habe ich am 9. März 2019. 365 Tage habe ich mir hier eine wunderbare Stammklientel erworben, viele wurden richtige Freunde. Aber dann kam Corona.

Warme Atmosphäre: Im Lokal herrschen Gold- und Brauntöne vor.

Warme Atmosphäre: Im Lokal herrschen Gold- und Brauntöne vor.

Hat die Pandemie bei Ihnen Spuren hinterlassen?

Auf jeden Fall. Hätte ich nicht meine Familie als Rückhalt gehabt, hätte ich es nicht geschafft. Natürlich gab es Hilfen, aber die müssen ja auch zurückgezahlt werden. Ich habe alles, was ich vorher mit drei Jobs am Tag verdient habe, in diesen Laden gesteckt. Ich hatte das ehemalige „Mamma Raffaele“ komplett umgebaut und neu eingerichtet, damit es diesen Charme bekommt.

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Nicht wirklich. Meine Spezialität sind selbstgemachte Nudeln wie die „Gnocci Rossi“ – in Rote Bete gefärbte Gnocchi mit Mascarpone-Walnuss-Füllung und Gorgonzolasauce. Oder Rettangoloni mit Krustentieren. Frische Pasta muss auf den Punkt serviert werden und darf nicht in Aluschalen nachgaren und schmadderig beim Gast ankommen. Damit hätte ich meine Philosophie untergraben.

Liebevoll gestaltet: Cati Privitera hatte das ehemalige „Mamma Raffaele“ übernommen und aufwendig renoviert.

Liebevoll gestaltet: Cati Privitera hatte das ehemalige „Mamma Raffaele“ übernommen und aufwendig renoviert.

Was ist eine Spezialität im „Il piccolo Nero“ ?

Viele unserer Saucen bereiten wir mit Gin oder Wein zu. Jede Sauce wird frisch zubereitet und wir probieren immer Neues aus. Deshalb nehme ich mir auch viel Zeit am Tisch und erkläre die Karte am liebsten persönlich.

Caterina Privitera

*31. August 1985 in Hannover. Sie macht drei Ausbildungen: als Visagistin, als Eventmanagerin und als Wedding-Planerin. Ihre Eltern eröffneten 1988 den beliebten Treffpunkt „Bei Jacqueline“ mit Kaffee, Brötchen, Mittagstisch an der Limmerstraße, das heute ihre Schwester Nadine Privitera (38) leitet. Am Ende entscheidet sich auch Cati Privitera für die Gastronomie. Am 9. März 2019 eröffnet sie das kleine Lokal „Il piccolo Nero“ (Telefon 0511/45018780, Öffnungszeiten: dienstags bis sonnabends von 18 bis 22 Uhr) an der Viktoriastraße 37 in Linden-Nord.

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Machen Sie alles alleine?

Ich habe eine Köchin, aber sonst: ja. Ich bin eine One-Woman-Show. Ich mache hier alles. Vom Service über den Tresen, vom Einkauf bis zum Leergut und Putzen. Ich mache all das sehr gern für meine Gäste. Weil sie zu mir kommen, um bei „Cati“ zu essen und sich wohlzufühlen.

Was ist das Lieblingsgericht Ihrer Kindheit?

Da muss ich nicht lange überlegen: Kartoffelbrei mit Spinat und Spiegelei. Über den Brei kommt noch etwas frischer Muskat und Butter. Fantastisch. Oder die Spaghetti Bolognese von meiner Oma – habe ich auch geliebt.

Von außen: das Restaurant an der Viktoriastraße.

Von außen: das Restaurant an der Viktoriastraße.

Was machen Sie, um einen Ausgleich zur Arbeit zu schaffen?

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Meine Freunde und ich gehen gern und regelmäßig Dart spielen bei „Ossmann“ in der List. Den Besitzer Erso mag ich, weil er genauso zu seinen Gästen ist wie ich zu meinen. Wenn ich bei ihm vorfahre, wartet schon eine Weinschorle auf mich und ich darf in seiner Einfahrt parken. Ich liebe es, Dart zu spielen. Es ist eine tolle Abwechslung zu der Anstrengung hier im Laden.

Wohnzimmer-Atmosphäre: Einblicke in das Lokal.

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Fünf Lebensmittel, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden?

Schokolade nasche ich für mein Leben gern, vor allem Milky Way. Ansonsten Wasser, Pasta, Sauce und Brot. Ich frage unsere Gäste immer, ob sie noch unser leckeres Brot für die Saucen möchten. Selbst die, die erst nicht wollen, kann ich überzeugen.

Sie haben Dienstag bis Sonnabend von 18 bis 22 Uhr geöffnet.

Offiziell richtig. Aber eigentlich ist bis open end geöffnet. Ich bleibe so lange, wie meine Gäste Lust haben und schmeiße hier niemanden raus. Im Gegenteil, ich liebe meine Arbeit und freue mich über jeden, der hier eine gute Zeit hat.

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Von Luisa Verfürth

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