Gastro-Typen

Warum lieben Sie den Namen „Stromboli“, Herr Semeraro?

Ein Laden geht noch! Giovanni Semeraro hat ein zweites „Stromboli“ an der Günther-Wagner-Allee eröffnet.

Ein Laden geht noch! Giovanni Semeraro hat ein zweites „Stromboli“ an der Günther-Wagner-Allee eröffnet.

Hannover. Seit 2017 führt Giovanni Semeraro (31) das „Bistro Stromboli“ in der Gneisenaustraße. Seit 17. Januar brodelt noch ein weiterer Vulkan im Pelikanviertel. Semeraro setzt auch im neuen Lokal in der Günther-Wagner-Allee 1 auf die typische italienische Küche.

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Wie lange sind Sie schon in der Gastronomie, Herr Semeraro?

Seit dem 16. Lebensjahr, ich bin damit groß geworden. Meine Eltern hatten ja viele Jahre das „Stromboli“ an der Podbielskistraße – von 1982 bis 2010. Heute führen sie noch die „Trattoria Stromboli“ in Arnum, ich bin seit 2017 für das Lokal im Zooviertel zuständig, neu ist das „Stromboli“ im Pelikanviertel.

Wie kamen Sie darauf, hier ein weiteres Lokal zu eröffnen?

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Das war ganz spontan. Ich war im „Picanto“ essen und kam ich mit den Besitzern ins Gespräch. Wir kennen uns gut, auch vom „Amorosa“ aus der Markthalle. Und als die beiden meinten, dass sie verkaufen wollen, habe ich mir gedacht : „Ach, warum nicht? Einen Laden schaffe ich noch“ (lacht).

Stilvoll: Aus dem ehemaligen „Picanto“ hat Giovanni Semeraro ein „Stromboli“ gemacht.

Stilvoll: Aus dem ehemaligen „Picanto“ hat Giovanni Semeraro ein „Stromboli“ gemacht.

Warum heißt das Lokal wieder „Stromboli“?

Weil der Name mir Glück bringt. Alle unsere Restaurants sind nach dem Vulkan auf der Insel nahe Sizilien benannt. Das Logo habe ich gerade noch einmal neu entwickeln und zeichnen lassen – vom Künstler Andora.

Wie sieht die Karte hier im Pelikanviertel aus?

Abgesehen von Pizzen und Vorspeisen haben wir ja keine Standardkarte, wir bieten täglich wechselnde Gerichte. Ich schaue immer morgens in der Metro, was ich frisch kaufen kann. So werden wir das hier auch handhaben. Aber es wird hier von Frühstück über Mittagskarte bis hin zum Abendgeschäft alles geben. Von acht bis 23 Uhr sind wir hier für unsere Gäste da, starten morgens schon mit leckeren italienischen Brötchen. Und natürlich gibt es auch Prosecco ab acht Uhr morgens (lacht).

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Giovanni Semeraro

Geboren am 9. Dezember 1990 in Langenhagen. Nach der Schule macht der Italiener eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im „Stromboli“ bei seinem Vater Francesco und seiner Mutter Susanne. Der Junior leitet seit 2017 das „Bistro Stromboli“ in der Gneisenaustraße 17 (Zooviertel), ganz neu ist das „Stromboli“ in der Günther-Wagner-Allee 1. Das Lokal im Pelikanviertel ist montags bis sonnabends von acht bis 23 Uhr geöffnet, bietet frische, italienische Küche. Infos unter bistro-stromboli.de

Was macht einen guten Gastronomen aus?

Herzlichkeit. Man muss dabei ehrlich sein, ein falsches Lächeln merkt man! Außerdem ist wichtig, was bei uns auch überall drauf steht: „L`Amore per la cucina“ – die Liebe zur Küche.

Was kochen Sie ihrer Freundin zu Hause?

Ragout. Meine Familie kommt aus Apulien, wir kochen Ragout mit ganz vielen verschiedenen Fleischsorten. Das muss mehr als sechs Stunden auf dem Herd köcheln und schmeckt fantastisch. Und das mag meine Freundin auch sehr gern.

Einladend: Seit 17. Januar ist das „Stromboli“ im Pelikanviertel geöffnet.

Einladend: Seit 17. Januar ist das „Stromboli“ im Pelikanviertel geöffnet.

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Wo gehen Sie gern essen, wenn Sie einmal frei haben?

Ich fahre gern nach Braunschweig zu „Jimmy’s Steakhouse“. Da gibt es die besten Steaks, sie werden über offenem Feuer gegrillt.

Ihr Lieblingsgericht der Kindheit?

Spaghetti carbonara – wenn sie nach Original-Rezept gemacht werden mit Pecorino, Ei und Guanciale, das ist Speck aus dem Schweinenacken. Das habe ich als Kind gern gegessen, das mag ich immer noch sehr gern.

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Gilt Wein auch als Lebensmittel? Dann Wein an erster Stelle. Wasser, Nudeln, Brot. Von Süßigkeiten bin ich nicht so der Fan. Gutes Olivenöl brauche ich noch. Damit machen wir auch die Brötchen morgens, Brötchen mit Butter gibt es in Italien nicht.

Was würden Sie niemals essen?

Ich mag keine Trüffel. Ich verkaufe ganz viele Gerichte damit, aber ich kann dieses Essen nicht probieren. Ach Trüffelöl habe ich aussortiert. Ich finde, es schmeckt furchtbar – wie Chemie.

Was ist ihr Ausgleich zur Arbeit?

Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und meinem Sohn Francesco, er ist zwei Jahre alt. Wir spielen oder gehen raus.

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Täglich frisch: Pizzen und Vorspeisen stehen auf der Karte, Hauptgerichte wechseln.

Täglich frisch: Pizzen und Vorspeisen stehen auf der Karte, Hauptgerichte wechseln.

Gibt es etwas, das sie in der Coronazeit vermissen?

Spontane Reisen nach Apulien. Immer wenn ich mich mal ausklinken konnte, sind wir nach Italien ans Meer und zur Familie gefahren. Ich habe da noch acht Tanten und viele Cousins und Cousinen. Das fehlt mir schon sehr.

Könnten Sie sich vorstellen, etwas anderes als Gastronomie zu machen?

Nein. Ich habe es mal versucht und ein halbes Jahr im Immobilien-Geschäft eines Freundes mitgemischt. Das war auch lustig, aber ich habe die Gastronomie vermisst. Weil Gäste bei uns schnell zu Freunden werden, das ist unbezahlbar! Ich komme nicht in mein Lokal, sondern ich komme auch immer zu Freunden. Man setzt sich dazu, redet, trinkt ein Glas, lacht. Du merkst, dass die Gäste dich mögen.

„Stromboli“ bietet auch eine Weinkarte.

„Stromboli“ bietet auch eine Weinkarte.

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Gab es da prägende Momente?

Ja, als ich 2017 das „Stromboli“ im Zooviertel übernommen habe – alter Schwede, waren da viele Leute (lacht). Und in den Lockdowns haben uns viele Gäste unterstützt, indem sie Pizza abgeholt und Gutscheine gekauft haben, das war auch toll.

Gibt es noch weitere Pläne für 2022?

Ich werde nächsten Monat neben dem „Stromboli“ im Zooviertel noch eine Vinoteca eröffnen.

Was haben Ihre Eltern Ihnen mitgegeben fürs Geschäft?

Die Arbeitsmoral habe ich von meinem Vater. Da sein, immer präsent sein. Und fleißig sein.

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Von Luisa Verfürth

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