Gastro-Typen

„Warum begeistern Ihre Gäste Sie, Pasan Milisic?“

Stylish: Sowohl der Gastronom Pasan Milisic als auch sein Café „Corner“ haben ein schickes Outfit.

Stylish: Sowohl der Gastronom Pasan Milisic als auch sein Café „Corner“ haben ein schickes Outfit.

Hannover. Pasan Milisic vom Café „Corner“ freut sich auf den Sommer und eine gut gefüllte Terrasse – und auf eine Zeit, in der man sich wieder in den Arm nehmen kann.

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Vor vier Jahren haben Sie sich mit dem Café „Corner“ selbstständig gemacht. Vorher haben Sie überwiegend in der Abendgastronomie gearbeitet – hat das irgendwann gereicht?

Ja, ich wollte abends nicht mehr ständig unterwegs, sondern auch mal zu Hause sein. Das setzt einem schon irgendwann zu. Der Partner zu Hause leidet darunter, Freunde auch. Alle treffen sich abends und man selbst ist nicht dabei. Bis zu einem gewissen Alter war das schön, aber danach muss man sich entschieden haben.

Ihr Partner unterstützt Sie sehr mit Ihrem Laden, oder?

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Ja, total. Arash ist meine rechte Hand.

Treffpunkt: Das Café „Corner am Schmuckplatz in Linden-Nord.

Treffpunkt: Das Café „Corner am Schmuckplatz in Linden-Nord.

Wie haben Sie den Lockdown erlebt?

Unsere Kunden waren unglaublich toll, die haben sich jeden Tag Kuchen „to go“ abgeholt, auch wenn sie gar keinen brauchten. „Damit dieses Licht anbleibt“, sagten sie immer. Total süß. Aber wir hatten auch Glück, wir hatten eine gute Versicherung, die uns einen Monatsumsatz erstattet hat.

Was sind Ihre Spezialitäten im „Corner“?

Die hausgebackenen Kuchen, wie Blueberry Cheesecake oder Carrotcake. Aber auch die süßen Schnecken und der vegane Bananenkuchen.

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Gerade zum Frühstück ist das „Corner“ ein beliebter Treffpunkt, am Wochenende ist oft kein Platz zu bekommen. Was ist Ihr Lieblingsfrühstück?

„Banana Bread meets French Toast“. Das ist unser Bananenbrot, das gewürfelt, eingeweicht und gebraten wird und mit Granola-Crunch und der hausgemachten Karamellsauce auf den Tisch kommt – eine sehr schöne Sache.

Pasan Milisic

* 9. April 1978 in Hannover. Von 1996 bis 1999 absolviert er eine gastronomische Ausbildung im Mövenpick am Flughafen. Danach geht es ins Mövenpick am Kröpcke und darauf ins „Pier 51“. Es folgen Jahre in Berlin. Milisic kehrt zurück nach Hannover und arbeitet unter anderem im „Hofgeflüster“ am Ballhof in der Altstadt. Vor vier Jahren fällt er die Entscheidung, sich mit dem „Corner“ (Velberstraße 10, Telefon 0511/592006233) selbstständig zu machen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von neun bis 19 Uhr, an den Wochenenden von zehn bis 19 Uhr. www.cornerhannover.de

Was verbirgt sich hinter Ihrem Kuku-Brot?

Das ist eine iranische Vorspeise: ein gebackenes Spinat-Omelett mit verschiedenen Kräutern, Cranberrys und Walnüssen. Das ist super vorzubereiten und sehr interessant vom Geschmack.

Hausgemacht: Die Kuchen im „Corner“ sind sehr beliebt.

Hausgemacht: Die Kuchen im „Corner“ sind sehr beliebt.

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Dabei haben Sie in der Küche nur 15 Quadratmetern Platz. Hätten Sie gern mehr Fläche?

Auf jeden Fall. Ein Traum von mir wäre es auch, eine kleine Bäckerei zu eröffnen. Dafür suche ich eine geeignete Ladenfläche. Ich habe noch so viele Ideen, aber oft zu wenig Platz, um all die Kuchen und Speisen zu präsentieren. Außerdem würde ich gern wieder alle Schnecken anbieten. Im Moment haben wir nur die vegane Apfel-Zimt-Variante. Es gäbe aber auch noch Mohn-Marzipan, Nuss-Nougat-Haselnuss und Blaubeer-Weiße-Schokolade.

Das Café „Corner“ ist schön eingerichtet. Woher kommen die Trends und Ideen?

Vieles kommt aus Holland. Mein Partner und ich haben den Laden so eingerichtet, dass ich mich wohl fühle, weil ich ja den ganzen Tag hier verbringe. Und wenn es mir gut geht, geht es meinen Gästen auch gut.

Liebevoll: Im ganzen Lokal lassen sich schöne Dekoideen entdecken.

Liebevoll: Im ganzen Lokal lassen sich schöne Dekoideen entdecken.

Was machen Sie als Ausgleich zur Arbeit um sich zu entspannen? Sport?

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Sport steht bei mir vielleicht an zehnter Stelle (lacht). Mein Partner Arash und ich unternehmen gern Kurztrips zu unseren holländischen Freunden. Amsterdam, Rotterdam oder Den Haag sind wundervolle Städte und in nur dreieinhalb Stunden zu erreichen. Ich mag die Mentalität, die Einkaufsmöglichkeiten und das Essen dort sehr gern.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Wirt und Gastgeber?

Er muss präsent sein. Gleichleibende Qualität ist auch sehr wichtig. Man muss immer auf dem neuesten Stand und ehrlich zu den Gästen sein. Und man sollte sich auch selbst nicht vergessen und sich bei Laune halten.

Sein Arbeitsplatz: Pasan Milisic an der Theke von seinem Café.

Sein Arbeitsplatz: Pasan Milisic an der Theke von seinem Café.

Wohin gehen Sie gern essen, wenn Sie frei haben?

Wir sind gern im "Tresor" in Isernhagen. Bei "Francesca & Fratelli" gehen wir auch gerne mal eine Pizza essen. Oder ins "Vince". Da habe ich letztens sensationelle Trüffelpasta und Leber gegessen, auch wenn mir die Kellnerin nicht zugetraut hat, dass ich das alles schaffe (lacht). Aber wir sind auch sehr gern zu Hause, kochen dort und probieren neue Sachen aus.

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Sie haben gerade ein Haus gekauft und bauen das mit Ihrem Partner um. Geht es hinaus aufs Land?

Nein: Wir ziehen von Ronnenberg nach Badenstedt (lacht). Ich brauche nur fünf Minuten zur Arbeit. Es wird ein schönes Zuhause, meine kleine Oase. Es macht Spaß, dieses Haus gemeinsam zu renovieren und alles selbst zu planen.

Fünf Lebensmittel, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden?

Kaffee auf jeden Fall. Brot, Käse, Süßigkeiten. Wein oder Longdrinks brauche ich nicht mehr. Ab und an ein Glas, das reicht. Aber Käse ist meine Leidenschaft, den kaufen wir gern auf dem Lindener Markt beim Italian Drive, der Trüffelkäse ist köstlich.

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Was ist Ihr Wunsch für 2022?

Dass man wieder ein sorgloses Leben führen kann, ohne darüber nachzudenken, ob man sich in den Arm nehmen darf oder nicht.

Von Luisa Verfürth

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