Der TOPNEWS-Letter

Straßenkampf

Mehr Abstand bitte: Schon seit Jahren macht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auf gefährliche Überholmanöver durch Autofahrer aufmerksam.

Mehr Abstand bitte: Schon seit Jahren macht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auf gefährliche Überholmanöver durch Autofahrer aufmerksam.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mitunter ist es nicht einfach, auf unseren Straßen immer den Überblick zu behalten. Gerade, seitdem sich dort die Rollenverteilung zu verschieben scheint, kommt es immer häufiger zu Situationen, die so vor einigen Jahren kaum vorstellbar waren. Der gefilmte Konflikt aus der Südstadt, wo sich eine Rad- und Autofahrerin auf engem Raum gegenüberstanden, mag für Außenstehende amüsant sein, in Wahrheit doumentiert er aber ein alltägliches Problem auf unseren Straßen: Der Platz ist zu knapp bemessen, um es allen recht zu machen. Sicher: Aus Gründen des Klimaschutzes, der Verkehrspolitik und der Lebensqualität kann es nicht so weitergehen wie bislang. Deshalb ist es richtig, dass die Stadt neue Wege geht, Velorouten und mehr verkehrsberuhigte Zonen schafft und die Fahrbahn nicht mehr alleine den Autos überlässt. Fakt ist aber auch, dass man die Zahl der Autos nicht ignorireren darf. Nicht jeder kann einfach so auf Rad umsteigen, nicht immer sind Bus & Bahn eine wirkliche Alternative. Es wird auch in Zukunft motorisierten Individualverkehr geben und das ist auch gar nicht schlimm - man muss nur die richtigen Konsequenzen ziehen. Einfach eine Radspur auf die Straßen pinseln, den vorhandenen Raum durch ausgewiesene Parkflächen oder andere Hindernisse zu verknappen, wird nicht reichen. Wer sich darauf verlässt, dass sich die Verkehrsteilnehmer schon irgenwie arrangieren werden, ignoriert die Realität und schafft sozialen Sprengstoff - siehe Video. Die Verkehrswende wird nur funktionieren, wenn man Konflikte schon im Vorfeld entschärt. Wenn nicht genügend Platz für alle Verkehrsteilnehmer vorhanden ist, muss es eben Einschränkungen geben. Warum kleine Straßen nicht ganz für den motorisierten Durchgangsverkehr sperren und den Autos dafür auf großen Straßen Vorrang einräumen? Die schnelle Direktverbindung exklusiv für die Radfahrer, dafür spielen sie an anderen Orten eben nicht die erste Geige. Vielleicht ist das ja eine Option. „Sowohl als auch“ - oder „entweder oder“: Manchmal muss man sich für einen Weg entscheiden, sonst macht man es für alle falsch.

Ehrgeiziges Projekt: Mit dem Bau der Velorouten soll die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt Hannover erhöht werden.

Ehrgeiziges Projekt: Mit dem Bau der Velorouten soll die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt Hannover erhöht werden.

 

Die Topnews aus Hannover und Welt

 

Das Zitat des Tages

Nicht so glücklich, finde ich.

Sepp Meier

die Torwart-Legende über Manuel Neuers bisherige Leistung bei der WM.

den Artikel dazu finden Sie hier

 

Der Tipp des Abends

Warum sollte man heute Abend nicht dem Team von Hansi Flick die Daumen drücken und vorm Fernseher mitfiebern, dass der Einzug ins Achtelfinale klappt? Schließlich geht es auch darum, ob unser Ricklinger Niclas Füllkrug wieder trifft. Vielleicht deshalb, weil man mit dieser Wüsten-WM so gar nichts anfangen kann. Nun gut, dann kann man ja auch mal wieder im Kulturzentrum Faust (zur Bettfedernfabrik, Linden) vorbei schauen. Dort spielt ab 20 Uhr in der 60er-Jahre-Halle das Duo Cari Cari. Gut gemachter alternativer Pop, der viele an den Soundtrack eines Filams von Quentin Tarantino erinnert. Mit Fußball und Fangesang hat das mit Sicherheit gar nichts zu tun. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 30 Euro, Einlass ist ab 19 Uhr.

 

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Harald Thiel

Chef vom Dienst

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