Ökologische Katastrophe

Stadt Hannover will gegen Schottergärten vorgehen

Will die Stadt nicht: Solche Schottergärten in Hannover. Die Verwaltung prüft jetzt, welche Schritte sie dagegen unternehmen kann.

Will die Stadt nicht: Solche Schottergärten in Hannover. Die Verwaltung prüft jetzt, welche Schritte sie dagegen unternehmen kann.

Hannover. Schön sind sie nicht – vor allem aber sind sie ein ökologisches Desaster. Deshalb will die Stadt jetzt gegen Schottergärten vorgehen, die sich auch in Hannover ausbreiten. „Wer das Privileg eines Vorgartens in der Großstadt hat, sollte diesen auch als Garten nutzen“, stellte Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der Vorstellung eines neuen Konzeptes zur Freiraumentwicklung am Mittwoch klar.

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Mit Stadtbaurat Uwe Bodemann habe sie sich dazu am Dienstag getroffen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Welche konkreten Schritte geplant sind, sagte Tegtmeyer-Dette noch nicht. Das Recht sieht sie jedoch auf der Seite der Stadt. Denn in der Niedersächsischen Bauordnung sei klar geregelt, dass Flächen, die zum Beispiel nicht als Parkplatz oder Weg genutzt werden, als Grünfläche erhalten bleiben müssen.

Schottergärten eine „ökologische Katastrophe“

Bei den Schottergärten ist das aus Sicht der Stadt nicht der Fall. Im Gegenteil. Damit kein Unkraut durchkommt, wird unter die Steine oft eine Plane gelegt. „Das ist ökologisch eine Katastrophe“, sagte die Dezernentin. Der Boden werde „total verdichtet“, sei deshalb so gut wie tot. Deshalb habe die Stadt „ein großes Interesse, dass es solche Gärten nicht gibt“. Jeder Vorgarten, der versiegelt werde, sei eine „verlorene Fläche für Insekten“.

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In einem ersten Schritt wolle sie an die Bürger appellieren, keine Schottergärten anzulegen. Darüber hinaus will die Verwaltung nun aber auch prüfen, „welche Handlungsmöglichkeiten wir haben“, so Tegtmeyer-Dette. Sie berichtete auch, dass es zunehmend Hinweise auf solche Gärten seitens der Bürger gebe.

Von Christian Bohnenkamp

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