Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Behindertensport

Special Olympics: Trio aus Niedersachsen geht auf Medaillenjagd

Auf Medaillenjagd bei den Special Olympics: Laura Hardy (v.l), Philippa Bartels, Christophe Schuler und Trainerin Stefanie Koller.

Auf Medaillenjagd bei den Special Olympics: Laura Hardy (v.l), Philippa Bartels, Christophe Schuler und Trainerin Stefanie Koller.

Hannover.Die Jagd nach Bronze, Silber und Gold führt drei Athleten aus Niedersachsen ins ferne Abu Dhabi. Christophe Schuler, Laura Hardy und Philippa Bartels treten vom 14. bis 21. März bei den „Special Olympics“, den Weltspielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, an. Ministerpräsident Stephan Weil ließ es sich am Montag nicht nehmen, das Trio persönlich zu empfangen und mit den besten Wünschen auf die weite Reise zu schicken.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Ministerpräsident drückt die Daumen

Ein Märchen aus 1001 Nacht geht für die drei Athleten in der Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate in Erfüllung. Was schon bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene für Bauchkribbeln sorgt, dürfte sich bei den Weltspielen nochmal gewaltig steigern. „Ich bin total aufgeregt“, verriet Laura Hardy aus Springe, die im Schwimmen auf Medaillenjagd geht. Der Ministerpräsident drückt ihr und den beiden weiteren Vertretern aus Niedersachsen jedenfalls kräftig die Daumen. Die „Special Olympics“, unter denen alle nationalen und internationalen Sportwettbewerbe für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen zusammengefasst werden, haben es Stephan Weil angetan. „Immer wenn ich bei solchen Spielen dabei war, war ich begeistert. Zum einen ist da diese ganz besondere, wunderbare Atmosphäre. Aber auch die Leistungen, die dort von den Sportlern gezeigt werden, verdienen großen Respekt“, betont Weil.

Radrennen auf der Formel-1-Strecke

Starke Leistungen will auch Philippa Bartels aus Lindwedel (Heidekreis) zeigen. Die 27-Jährige gehört im Rennradsport zur internationalen Spitze, hat schon mehrfach bei Weltspielen teilgenommen. Entsprechend selbstbewusst tritt sie auch diesmal an. Auf die Frage, was sie sich vorgenommen hat, reckt sie einfach nur den Daumen hoch – Platz eins. In Abu Dhabi steigt sie in gleich drei Disziplinen aufs Rad: Zehn Kilometer Zeitfahren dazu die Rennen über 25 Kilometer und 40 Kilometer. Schon allein der Kurs ist ein echtes Highlight. Gefahren wird auf der Formel-1-Strecke von Abu Dhabi.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vorfreude auf den Moschee-Besuch

Auch Laura Hardy hat sich viel vorgenommen. Als Schwimmerin geht sie über 100 Meter Brust, 100 Meter Freistil und mit der Freistil-Staffel ins Wasser. „Ich werde mein Bestes geben“, verspricht sie. Christophe Schuler aus Lilienthal macht das niedersächsische Trio komplett. Er spielt Golf – und das richtig gut. Ob es am Ende für eine Medaille reicht, müsse man sehen. Das sieht Schuler gelassen. Schon allein die Reise in die arabische Metropole sorgt für riesige Vorfreude. „Am meisten freue ich mich auf den Besuch der großen Moschee“, sagt der 30-Jährige.

Schon jetzt mächtig stolz auf die Sportler ist Athletensprecher Jörg Trute, der selbst mit dem Down-Syndrom lebt „Ich freue mich für euch, dass ihr dabei seid und wünsche euch ganz Glück und hoffentlich viele Medaillen“, so Trute. Dass nun sogar Landesvater Stephan Weil die Daumen drückt, freut ihn besonders: „Darauf sind wir sehr stolz“.

Von André Pichiri

Mehr aus Hannover

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.